Eberswalde: Einen Tag vor dem Weihnachtsfest hatte eine junge Eberswalderin einen besonderen Grund zur Freude: Sie ist eine von zwei neuen GLG-Stipendiatinnen. Zur offiziellen Vergabe des Stipendiumswurde sie in die GLG-Zentrale eingeladen. Das Stipendium fördert ärztlichen Nachwuchsaus der Region für die Region.
Nina Schrader ist 19 Jahre alt und hat gerade ihr Medizinstudium an der TU Dresden begonnen. Dass ihre Mutter Krankenschwester ist und ihr Vater Chefarzt, hat sicher auch zur Berufswahl beigetragen, jedoch betont sie: „Das war keine Vorgabe – eine freie Entscheidung.“ Wichtig für sie war nach dem Abitur ein Freiwilliges Soziales Jahr im GLG Werner Forßmann Klinikum in ihrer Heimatstadt, wo sie authentische Eindrücke von der Arbeit und ihrem künftigen Arbeitsumfeld gewinnen konnte. An das Stipendium ist die Verpflichtung geknüpft, nach dem abgeschlossenen Medizinstudium mindestens drei Jahre in einem Krankenhaus der GLG-Unternehmensgruppe zu arbeiten. In welchem Bereich ge-nau das sein wird, ist für Nina Schrader noch offen. Je nachdem, welches medizinische Fachgebiet sich während des Studiums für sie als das interessanteste erweist. Die GLG-Personalplanung wird ver-suchen, gegen Ende des Studiums die Wunschvorstellung der künftigen Ärztin und den Bedarf des Unternehmens miteinander in Übereinstimmung zu bringen. In den meisten Fällen ist das gelungen.
„Seit 2006 wird das Stipendium vergeben, das sind nun bald volle zwanzig Jahre“, sagt Torsten Ma-erz, Zentralbereichsleiter Personal der GLG. „Rund 70 Stipendiaten waren es in diesem Zeitraum insgesamt, die Mehrzahl arbeitet immer noch im GLG-Verbund. Wir sehen darin ein Erfolgsmodell und wollen es auch künftig weiter fortsetzen.“
In der Regel erhalten die Stipendiaten von der GLG einen Förderbetrag von 500 Euro pro Monat während des Medizinstudiums. Das Studium sollte in der Regelstudienzeit absolviert werden, die Studentinnen und Studenten reichen Nachweise über absolvierte Studienabschnitte und Prüfungen ein. Bei den jährlichen Stipendiatentreffen haben sie Gelegenheit, das Unternehmen kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Für ihre Fragen während des Studiums, z.B. zu Famulaturen, zum Praktischen Jahr oder den Einstieg in die GLG, steht ihnen ein fester Ansprechpartner zur Seite.
„Wir wollen, dass die Nachwuchsärztinnen und -ärzte schon während des Studiums engen Kontakt zu ihrer künftigen Arbeitsstätte haben und die praktischen Anteile der Arztausbildung möglichst in den GLG-Krankenhäusern absolvieren“, sagt Linda Rüffler, Mitarbeiterin der GLG-Personalabteilung. „Das hat den Vorteil, dass sie sich schon im Vorfeld auf ihren künftigen Arbeitsbereich gezielt einstellen können. Sie wissen, was von ihnen erwartet wird und sind auch den Kolleginnen und Kollegen in ih-ren Teams dann schon länger bekannt. Die jeweils leitenden Ärztinnen und Ärzte haben eine genaue Vorstellung, mit wem sie rechnen können.“
Aktuell gibt es insgesamt elf Medizinstudentinnen und -studenten in unterschiedlichen Ausbildungs-phasen, die ein GLG-Stipendium erhalten. Bewerben kann sich dafür jeder, der ein Medizinstudium absolviert und in der Region zu Hause ist. Neben Nina Schrader wurde in diesem Jahr noch eine zwei-te Bewerberin ausgewählt, die zum offiziellen Übergabetermin des Stipendienvertrages leider verhin dert war: Miriam Schönenbröcher aus Angermünde. Auch sie hat ihr Studium in diesem Jahr begonnen, schon im April an der Charité, und vorher eine Ausbildung zur Notfallsanitäterin abgeschlossen.
„Beide Bewerberinnen haben uns sehr überzeugt“, sagt Torsten Maerz und überreicht Nina Schrader den Vertrag zur Unterschrift.„Herzlichen Glückwunsch und willkommen in der GLG-Familie“, gratuliert er ihr mit einem Händedruck. „Nun können Sie Geschenke kaufen gehen.“ Ein kleines zur Begrüßung gibt es gleich noch mit auf den Weg.
Zur GLG Gesellschaft für Leben und Gesundheit gehören Krankenhäuser, Tageskliniken, Arztpraxen, ambulante und stationäre Rehabilitation, ambulante Pflege, Wohnstätten und Beratungsstellen. Mit mehr als 3.600 Beschäftigten ist der GLG-Verbund der größte Gesundheitsbetrieb und größte Arbeit-geber im Nordosten Brandenburgs.
















