Panketal: Im Jahr 2025 jährt sich der Geburtstag von James Hobrecht (1825–1902) zum 200. Mal. Aus diesem Anlass rückt Hobrechtsfelde einen der prägendsten Stadtplaner des 19. Jahrhunderts in den Mittelpunkt einer umfangreichen Veranstaltungsreihe. Mit Gedenkveranstaltungen, Führungen, Vorträgen und Exkursionen wird sichtbar gemacht, wie Hobrechts planerisches Denken bis heute Landschaft, Siedlungsstruktur und den Umgang mit natürlichen Ressourcen beeinflusst.
Hobrecht gilt als Architekt der modernen Metropole Berlin. Sein Bebauungsplan für die rasant wachsende Stadt sowie seine wegweisende Doppelstrategie der Abwasserentsorgung prägten nicht nur urbane Räume, sondern auch den Berliner Norden nachhaltig. Besonders in und um Hobrechtsfelde lassen sich die Spuren seines Wirkens bis heute eindrucksvoll nachvollziehen.

Auftakt im Dezember 2025
Den Beginn der Reihe markiert am 20. Dezember 2025 eine feierliche Gedenkveranstaltung an der Gedenktafel in Hobrechtsfelde. Vertreter aus Kommunalpolitik und Zivilgesellschaft erinnern gemeinsam an Leben und Werk Hobrechts. Bei Glühwein und Weihnachtsgebäck ist im Anschluss Raum für Gespräche und Austausch.
Jahreswechsel mit Geschichte und Landschaft
Rund um den Jahreswechsel folgen mehrere Programmpunkte im Speicher Hobrechtsfelde. Am 31. Dezember 2025 stehen der Kulturlandschaftswandel im Berliner Norden sowie eine Laudatio auf James Hobrecht im Fokus. Am 1. Januar 2026 lädt eine Neujahrswanderung auf „Hobrechts Wegen“ dazu ein, Landschaft, Geschichte und Artenvielfalt rund um Hobrechtsfelde zu entdecken.

Führungen, Vorträge und Exkursionen bis Juni 2026
Von Januar bis Juni 2026 wird das Programm mit thematischen Führungen fortgesetzt. Dazu zählen unter anderem:
- Einblicke in die Geschichte des Hobrechtswaldes,
- eine stadtgeschichtliche Führung zum Hobrechtschen Bebauungsplan auf dem Prenzlauer Berg,
- Erläuterungen zur Funktionsweise des historischen Speichers,
- Führungen zur Rieselfeldwirtschaft,
- Vorträge zur Hobrechtsfelder Wirtschaftsbahn,
- sowie eine geführte Radtour entlang natürlicher und künstlicher Wasserwege im Hobrechtswald.
Die meisten Veranstaltungen sind kostenfrei oder finden auf Spendenbasis statt; für den Besuch der Ausstellung im Speicher fällt ein geringer Eintritt an.
Geschichte, die bis heute wirkt
Die Veranstaltungsreihe versteht sich nicht nur als Rückblick, sondern auch als Einladung zur Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen: Wie gestalten wir Städte und Landschaften nachhaltig? Welche Verantwortung tragen Planung und Infrastruktur für kommende Generationen? James Hobrechts Ideen liefern darauf bis heute überraschend aktuelle Denkanstöße.
Das Programm wird fortlaufend ergänzt und aktualisiert. Interessierte sind eingeladen, Geschichte dort zu erleben, wo sie bis heute sichtbar ist – in Hobrechtsfelde.intritt für den Speicher beträgt 4 € (ermäßigt 2 €). Das Programm wird laufend erweitert – aktuelle Infos gibt es vor Ort oder online.















