Eberswalde: Mit einer Mahnwache in der Breiten Straße gedachte die ADFC-Regionalgruppe Eberswalde am heutigen Donnerstag des Radfahrers Friedhelm Kübler, der am 17. November 2025 an genau diesem Ort bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzt wurde. Rund 20 Menschen folgten dem Aufruf des ADFC, um gemeinsam innezuhalten, zu trauern und ein sichtbares Zeichen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu setzen.
In einer Rede erinnerte Christian Wapler, Sprecher der ADFC-Regionalgruppe Eberswalde, an den Verstorbenen:
„Friedhelm Kübler, den wir nicht kannten, teilte mit uns eine Leidenschaft: das Radfah-ren. Er lebte, war oft mit dem Rad unterwegs – und wurde hier von einer Sekunde auf die andere aus dem Leben gerissen.“
Die Mahnwache stand bewusst nicht im Zeichen der Schuldzuweisung. Vielmehr gehe es darum, die richtigen Lehren aus dem Geschehen zu ziehen. Der ADFC fordert eine fehlerverzeihende Verkehrsinfrastruktur, die Menschen auf dem Fahrrad wirksam schützt.

Der ADFC betont, dass Fehler im Straßenverkehr allen passieren können – Autofahrenden wie Radfahrenden. Doch die Folgen seien ungleich verteilt: „Wir Radfahrer haben keine Airbags und keine Knautschzone. Wir können in nur einer Sekunde sterben.“ Daher richte sich ein eindringlicher Appell an alle Verkehrsteilnehmenden, insbesonde-re an die Stärkeren im Verkehr: mehr Rücksicht, mehr Vorsicht, mehr Aufmerksamkeit.
Im Rahmen der Mahnwache wurde das an der Unfallstelle stehende Geisterrad mit Blumen geschmückt und mit einem Informationsblatt versehen. Wegbegleiter von Friedhelm Kübler aus dem Fußballverein Fortuna Britz nutzten die Gelegenheit, persönlich von ihm zu berichten und ihn als engagierten, verlässlichen und leidenschaftlichen Radfahrer zu würdigen.
„Wir wollen weiter Rad fahren – so wie Friedhelm Kübler. Wir wollen uns frei bewegen können und unseren Weg zur Arbeit, zu Freunden oder einfach eine Spazierfahrt überleben“, so Wapler abschließend.
Der ADFC Eberswalde ruft Politik und Verwaltung dazu auf, den Schutz von Radfahrenden entschlossen zu verbessern und damit zu verhindern, dass weitere Menschen ihr Leben im Straßenverkehr verlieren.
Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit über 240.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus.
Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.
Der ADFC Brandenburg hat landesweit 4.000 Mitglieder und setzt sich für die Verkehrswende mit dem Fahrrad in Brandenburg ein. Vor Ort engagieren sich hunderte Mitglieder in 26 Orts- und Regionalgruppen des ADFC für die Verbesserung des Fahrradklimas. Mehr Information über den Landesverband auf der Website www.brandenburg.adfc.de.













