Für die einen ist es die „Krankenhauswäscherei Königin Elisabeth Herzberge gGmbH“, für die anderen gilt die Abkürzung „Lobetaler Wäscherei“. Wie auch immer am 17. April setzten Sonne und blauer Himmel einen passenden Rahmen für die offizielle Eröffnung des neuen Anbaus.
Seit September 2023 fanden dort unter der Adresse Dorfstraße 33 der Gemarkung Rüdnitz umfangreiche Modernisierungs- und Erweiterungsmaßnahmen statt. Über drei Millionen Euro wurden in das neue Gebäude investiert. 1.600 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche sind entstanden. Dazu kamen nochmal gut zwei Millionen für den Umzug, die Ausstattung und den modernen Maschinenpark. Mit acht Meter Gebäudehöhe zählt es zu den größten Gebäuden an der Gemarkungsgrenze Rüdnitz/Lobetal.

In ihrem geistlichen Impuls erinnerte sich die Theologische Geschäftsführerin der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, Dr. Melanie Beiner, daran, wie sie als Kind bei ihrer Tante noch den traditionellen Umgang mit der Kochwäsche im Zuber auf dem Gasherd in der Küche ihrer Tante kennengelernt hat. Sie schlug einen Bogen, dass das Gelingen des anspruchsvollen Projektes am Ende von Gottes Segen begleitet wurde und viele dazu beigetragen haben, dass auch herausfordernde Situation gut bewältigt wurden.
Geschäftsführerin der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal Jeannette Pella machte die Dimensionen des Projektes deutlich: „Pro Tag reinigen wir acht bis neun Tonnen Wäsche. Wir bedienen fast alle Einrichtungen der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal und des KEH – dazu Kundinnen und Kunden der Altenhilfe in Berlin und Brandenburg, einige Bestattungsunternehmen sowie Orte der Gastlichkeit in der Region.“
Ebenso ging Sie auf die moderne Ausstattung ein, die in dem Gebäude verbaut sind ein wie die chip-basierte Erfassung, die digitale Steuerung, postengenaue Dosierung der Waschmittel, Verzicht auf Weichspüler, auf die neuen 60-kg-Trockner sowie die zwei durchgängigen Waschstraßen. Aus ehemals neun wurden nun 20 Großmaschinen mit je bis zu 50 Kilogramm Fassungsvermögen.
Ein Waschgang dauert rund 20 Minuten, dank Dampf, effizient und schonend. Gewaschen wird nach den Richtlinien des Robert Koch-Instituts im Bereich von 30 bis 70 Grad Celsius. Die Abläufe sind ISO 9001-zertifiziert. Und die eingesetzte Kleidung trägt den „Grünen Knopf“. „Technik und Nachaltigkeit gehen hier Hand in Hand“, so Jeannette Pella.

Andreas Hoffmann, Bürgermeister der Gemeinde Rüdnitz würdigte in seinem Grußwort die Wäscherei als den größten Arbeitgeber im Ort. „Deswegen freue ich mich sehr über ihre zukunftsfähige Neuaufstellung.“.
Arne Breder, Geschäftsführer der Wäscherei, dankte den am Um- und Erweiterungsbau beteiligten Firmen, Partnern und Spezialisten, würdigte die Treue vieler Kunden und Dienstleister in einer Zeit, in der ein großer Druck in der Wäschereibranche herrsche. Die gestiegenen Energiepreise beträfen das Unternehmen stark, weil die Dampferzeugung und die Wäschetrocknung Gas benötigt, zeigte aber gleichzeitig auf, dass man über Photovoltaik intensiv nachdenke. Insbesondere dankte den Geschäftsführungen der Gesellschafter Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge und der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, die ihn während des Umbaus stets unterstützt hatten.
In der Wäscherei arbeiten rund 60 Mitarbeitende. Die meisten kommen aus einem guten Dutzend Länder, die zahlenmäßig größte Gruppe von ihnen aus dem Nachbarland Polen mit täglicher Anfahrt in Fahrgemeinschaften. Andere stammen aus der Ukraine, Russland, Kroatien, Syrien, Afghanistan, Vietnam oder Somalia.
Bei der Neugestaltung des Sozialtrakts lag ein deutlicher Fokus auf der Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Wertschätzung gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, schließlich sind diese die tragende Säule. Auf der verdoppelten Fläche entstanden großzügige Umkleide‑, Wasch‑ und Pausenbereiche, die Raum für gute Pausen bieten. Moderne Sanitärräume und eine deutlich größere Küche mit einem Großkühlschrank sowie zwei Mikrowellen geben den Mitarbeitenden die Möglichkeit, ihre mitgebrachte Verpflegung selbst zuzubereiten.

















