Viele Hauseigentümer:innen stehen aktuell vor der Frage, wie sie ihre alte Heizungsanlage zukunftsfähig ersetzen können. Eine Wärmepumpe ist dabei aufgrund der oftmals geringeren Betriebskosten eine lohnende und zukunftsfähige Alternative zu Öl und Gas. Eine aktuelle Auswertung der Energieberatung der Verbraucherzentrale zeigt allerdings, dass sich die Angebote der Fachfirmen auch in Brandenburg deutlich bei Preis oder Leistung unterscheiden und für Laien oft unverständlich sind.
Große Preisunterschiede und unklare Leistungen
Über die letzten 18 Monate hat die Energieberatung der Verbraucherzentrale bundesweit mehr als 2.000 Wärmepumpenangebote ausgewertet, mit einem ernüchternden Ergebnis: Viele Leistungen und Fachbegriffe bleiben für Laien unverständlich. Unklare Angebote führen häufig zu Rückfragen. „Viele Ratsuchende gehen davon aus, dass ein Komplettangebot alle notwendigen Leistungen umfasst. Erst in der Beratung wird deutlich, dass sie zum Beispiel Fundamentarbeiten oder Anpassungen am Stromanschluss zusätzlich beauftragen müssen“, erklärt Joshua Jahn, Pressesprecher der Verbraucherzentrale Brandenburg.
Die verglichenen Angebote von Fachfirmen zeigen auch, dass es große Unterschiede bei den Preisen gibt: Bundesweit unterschieden sie sich um bis zu 300 Prozent. „In Brandenburg bewegen sich die meisten Angebote zwischen 25.000 und 40.000 Euro. Das günstigste uns vorliegende Angebot liegt unter 20.000 Euro. Das höchste Angebot liegt hingegen bei über 51.000 Euro“, so Jahn. Für Hausbesitzer:innen ist es daher wichtig, sich Angebote von verschiedenen Anbietern einzuholen und diese genau zu vergleichen.
Positive Entwicklungen bei Effizienz und Planung
Eine positive Entwicklung zeigte sich ebenfalls: „Wärmepumpen werden immer effizienter. Die angebotenen Geräte verfügen zunehmend über bessere Kennzahlen“, so Jahn. In der Mehrzahl der ausgewerteten Angebote ist der hydraulische Abgleich enthalten. Diese Maßnahme optimiert die Wärmeverteilung im Haus, senkt den Energieverbrauch im Betrieb und ist vor dem Einbau einer Wärmepumpe dringend empfohlen.
Empfehlungen der Energieberatung
Verbraucher:innen sollten Angebote für Wärmepumpen sorgfältig prüfen. Wichtig ist, klar zu erkennen, welche Leistungen enthalten sind und welche fehlen. Insbesondere Fundament- und Elektroarbeiten sind oftmals nicht inkludiert und erhöhen die Gesamtkosten. „Eine Wärmepumpe ist eine langfristige Investition. Gerade deshalb lohnt es sich, Angebote nicht vorschnell zu unterschreiben, sondern unabhängig prüfen zu lassen“, so Jahn. Dafür können Ratsuchende den kostenlosen Wärmepumpen-Angebotsvergleich der Verbraucherzentrale nutzen: verbraucherzentrale-energieberatung.de/beratung/waermepumpen-angebote

Selbstbestimmt in die Zukunft: Altersvorsorge für Frauen
Anlässlich des Internationalen Frauentags und im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwochen erinnern der Frauenpolitische Rat Land Brandenburg und die Verbraucherzentrale Brandenburg
















