Im Jahr 2025 wurden vom Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz insgesamt etwa 207.000,00 Euro aus der Konzessionsabgabe Lotto für zwölf Projekte bewilligt. Die unterstützten Vorhaben sind gemeinwohlorientiert, sollen beispielgebend sowie identitäts- und sinnstiftend sein.
Ausgewählte Projekte
Der Bürgerverein Kaltenborn e.V. Guben erhielt 24.571,98 Euro für die Modernisierung der Küche und des Versammlungsraums der Einrichtung sowie zur Renovierung der Vereinsräume im Bürgerhaus Kaltenborn.
Das Vereinshaus ist seit mehreren Jahrzehnten in Betrieb. Während die grundlegende Architektur und Struktur des Gebäudes solide sind, entspricht die Ausstattung nicht mehr den modernen Standards und den Bedürfnissen der Mitglieder und Nutzer des Vereinshauses. Tische, Stühle und die Kücheneinrichtung waren abgenutzt, funktional veraltet und entsprachen nicht den heutigen Anforderungen an Komfort und Effizienz. Durch die Modernisierung werden nun sowohl der Komfort als auch die Funktionalität der Räumlichkeiten verbessert.
Der Förderverein des Pestalozzi-Gymnasiums e.V. als Träger der Gubener Apfelwein Schüler GmbH erhielt 13.726,89 Euro für die Anschaffung eines Sterilisators und eines Schraubverschließers zur Abdeckung der Produktion von 500 Litern Apfelwein.
Die 2015 gegründete Schülerfirma Gubener Apfelwein Schüler GmbH des Pestalozzi Gymnasiums Guben benötigte zur Abdeckung ihrer Produktion von 500 Liter Apfelwein einen Sterilisator und einen Verschließer. Bislang erfolgte die Produktion mit einem Kooperationspartner, der aber die Kooperation beendet hat. Mit der Förderung kann das Projekt der Apfelweinproduktion in der Schülerfirma nun weiterhin sichergestellt und die Produktionskapazität, für die der Absatz gewährleistet ist, aufrechterhalten werden.
Der Verein zur Förderung Brandenburger Klein- und Gasthausbrauereien und regionaler Infrastrukturen e.V. erhielt 7.140 Euro für das Erstellen einer Webseite für Brandenburger Klein- und Gasthausbrauereien der „Brandenburger Bierstraße“ zur touristischen Vermarktung der Mitgliederbrauereien.
Brandenburg verfügt über eine Vielzahl privater Klein- und Gasthausbrauereien, die sich in dem Verein organisiert haben. Der Verein koordiniert gemeinsame Aktionen und Veranstaltungen der Mitglieder und wirbt für touristische und gesellschaftliche Projekte. So findet unter anderem seit 2014 einmal im Jahr das Brandenburger Brauereitreffen statt. Seit 2018 sind die Brandenburger Brauereien in jedem Jahr Partner eines Naturschutzprojektes zu dessen Gunsten ein spezielles Bier gebraut wird und der Verkaufserlös dem Naturschutzprojekt zugutekommt. Was bisher allerdings fehlte, war eine – abseits der temporären Aktionen – ganzjährig informierende Plattform. Die neue Webseite wird mithilfe der Lottomittel ausführlicher über die Brauereien und ihren Regionen, deren Biere, Naturschutzaktionen und sonstige Veranstaltungen touristischer Art informieren.
Die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal erhielt 9.000 Euro zur Beschaffung eines speziell ausgebildeten Pferdes für das inklusive Reiten in Wandlitz.
Dort soll ein neues Angebot für alle Menschen im Sozialraum und der näheren Umgebung entstehen. Ziel ist es, ein inklusives Freizeitangebot zu etablieren, für Interessierte die Möglichkeit für ehrenamtliche Arbeit zu eröffnen sowie Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung zu schaffen. Durch die Begegnung mit Tieren sollen zudem Barrieren und Hemmungen von Menschen mit und ohne Behinderung im sozialen Miteinander abgebaut werden.
Die Stadt Bad Belzig, AG Historische Dorfkerne, erhielt 9.250, 84 Euro für die aktualisierte und erweiterte Neuauflage der AG-Publikationen zum 20-jährigen Bestehen der AG Historische Dorfkerne im Land Brandenburg. Die AG Historische Dorfkerne im Land Brandenburg beging im Herbst 2025 im Beisein des Staatssekretärs Dr. Stephan Nickisch ihr 20-jähriges Bestehen. Die interkommunale Arbeitsgemeinschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, die baukulturellen Schätze ihrer Mitgliedsdörfer zu bewahren und behutsam weiterzuentwickeln, so dass auch heute noch die historischen Dorfkerne für ihre Bewohner wie Gäste gleichermaßen erlebbar bleiben. Zum 20-jährigen Jubiläum der AG wollte die interkommunale Arbeitsgemeinschaft ihre Image-Broschüre, die zum 10-jährigen Bestehen bereits herausgegeben wurde auf den neuesten Stand bringen. Unter dem neuen Titel „20 Jahre AG Historische Dorfkerne: zwei Jahrzehnte Engagement für Baukultur auf dem Land“ wurde die Broschüre überarbeitet und um die Ortsportraits der neuen Mitglieder ergänzt. Auch wird darin auf die erreichten Meilensteine der vergangenen zehn Jahre zurückgeblickt. Außerdem hat die AG ihren beliebten Ausflugsplaner ebenfalls überarbeitet und um die neuen Mitglieder der AG erweitert. Unterstützt wurde aus den Mitteln auch die Gestaltung und der Druck der Einladungskarten zur Jubiläumsveranstaltung der AG anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens.
Die STATTwerke e.V. Kyritz erhielten 28.800 Euro für die Anschaffung von drei Bauwagen und den Umbau zu Bildungswagen. Der Verein untersucht derzeit im vom Bundesamt für Naturschutz unterstützten Forschungs- und Modellvorhaben „Waldgartensysteme als insektenfördernde, landwirtschaftliche Produktionsmethode“ (WASYS) den Einfluss des landwirtschaftlichen Systems Waldgarten auf die biologische Vielfalt (siehe www.waldgartensysteme.de). Die Pflanzungen, Untersuchungen und die Bildungsarbeit werden an drei Standorten in der Ostprignitz auf 12 Hektarn Ackerflächen vorgenommen. Es bestehen Kooperationen zu Schulen und einer Kita, die alle jeweils im ein- bis zweiwöchentlichen Rhythmus Bildungsangebote wahrnehmen. Darüber hinaus ist der STATTwerke e.V. mit dem Projekt WASYS Praxispartner der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswald (HNEE). Studierende erfüllen hier mehrwöchige Praxisaufgaben im Zusammenhang mit WASYS. Dazu kommen Praktikanten, Masterstudenten und weitere Interessierte.
Bio-Brot-Box gGmbH Berlin erhielt 34.242,38 Euro für die Bio-Brotbox-Aktion im Land Brandenburg für das Schuljahr 2025/2026. Die jährliche Bio-Brotbox Aktion in Brandenburg wird durch den Einsatz vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer, sowie durch die Unterstützung von Sponsoren realisiert. Brandenburgs Verbraucherschutzministerin Hanka Mittelstädt und Bildungsminister Steffen Freiberg haben hier die Schirmherrschaft. Die Aktion ist über Jahre etabliert und genießt ein hohes Ansehen.
Viele Kinder kommen ohne Frühstück in die Schule und bringen kein Pausenbrot mit. Die Bio-Brotbox gGmbH möchte dafür das Bewusstsein schaffen. Daher befüllen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zur Schuljahresbeginn für die Kinder in den ersten Klassen wiederverwendbare Brotboxen. Auch die Auslieferung an den Schulen erfolgt ehrenamtlich. Jedes Kind erhält eine gelbe Brotbox, die es künftig nutzen kann. So erleben sie den Wert eines Pausenbrots und gesunder Ernährung. Die Aktion schafft außerdem bei allen Helfenden ein Gemeinschaftsgefühl zeigt die Wirksamkeit gemeinschaftlichen Handelns.
Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg – Die Wildnisstiftung erhielt 63.039, 27 Euro für die Entmunitionierung und Wiederherstellung des Dachsweges als Waldbrandschutzstreifen. Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg ist Eigentümerin von mehr als 15.150 Hektar Wildnisflächen im Land Brandenburg. Damit leistet die Stiftung einen Beitrag zur Erfüllung der Wildnisziele im Sinne der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt. Als Forschungsobjekt ermöglichen die Wildnisgebiete wissenschaftliche Erkenntnisse über die Entwicklung von Ökosystemen unter verschiedensten Gesichtspunkten. Durch die Anlage einer Besucherinfrastruktur werden diese wertvollen Naturschutzflächen gleichzeitig für die Öffentlichkeit erlebbar gemacht. Die Lieberoser Heide (ehem. sowjetischer Truppenübungsplatz Lieberose) ist wiederholt von großen Brandereignissen betroffen. Wegen der Kampfmittelbelastung des Gebietes gestalten sich Löscharbeiten hier äußerst schwierig, so dass Maßnahmen des vorbeugenden Waldbrandschutzes hier eine besondere Rolle zukommt. Im Bereich der stark mit Kampfmitteln belasteten ehemaligen Schießbahn („Rote Zone“) wurde bereits 2009 durch die Stiftung mit der Reaktivierung eines nördlich der Schießbahn liegenden
Waldbrandschutzsteifens begonnen. Dieser wird seit seiner Fertigstellung zweimal jährlich gepflegt. Südlich sowie nordöstlich der Schießbahn wird ein Waldbrandschutzstreifen durch den Landesbetrieb Forst Brandenburg unterhalten. Mit der Entmunitionierung und Wiederherstellung des so genannten Dachswegs als Waldbrandschutzstreifen im Westen der Schießbahn erfolgt derzeit der Lückenschluss zwischen den bestehenden Waldbrandschutzstreifen.









