Der Brandenburger Landtag hat am Freitag die Novelle der Brandenburgischen Bauordnung abschließend beschlossen. Für den Landtagsabgeordneten Kurt Fischer ist das ein wichtiger Schritt, um den Wohnungsbau anzukurbeln, Bürokratie abzubauen und Familien, Kommunen sowie Unternehmen das Bauen zu erleichtern. Das ist gerade für den weiter wachsenden Landkreis Barnim von großer Bedeutung.
„Wer in Brandenburg bauen, umbauen oder Wohnraum schaffen möchte, soll künftig schneller ans Ziel kommen. Mit der neuen Bauordnung sorgen wir dafür, dass Verfahren einfacher werden, Kosten sinken und mehr Wohnraum entstehen kann“, erklärt der Eberswalder SPD-Landtagsabgeordnete Kurt Fischer.
Die neue Bauordnung tritt ab dem 01. Oktober 2026 in Kraft. Von den Änderungen profitieren auch die Menschen im Barnim ganz konkret:
Schnellere Baugenehmigungen: Klare Fristen sorgen dafür, dass Bauanträge schneller bearbeitet werden und Vorhaben nicht monatelang in Behörden liegen bleiben. Wenn die Baubehörde drei Monate nicht reagiert, gilt ein Bauantrag automatisch als genehmigt.
Mehr digitale Verfahren: Bauanträge können künftig digital eingereicht und bearbeitet werden. Das spart Zeit und Wege. Der verpflichtende digitale Bauantrag gilt direkt ab dem 01. Oktober 2026.
Einfacherer Umbau bestehender Gebäude: Leerstehende oder anders genutzte Gebäude können deutlich leichter zu Wohnraum umgebaut werden. Das hilft insbesondere in Ortskernen und bei Bestandsimmobilien.
Weniger Bürokratie bei Nutzungsänderungen: Für viele Vorhaben werden Genehmigungen vereinfacht oder entfallen ganz.
Erleichterungen beim Dachausbau und bei Aufstockungen: Zusätzlicher Wohnraum kann leichter im Bestand geschaffen werden, ohne unnötige Zusatzauflagen.
Weniger kostentreibende Vorgaben: Überzogene Standards werden reduziert. Das macht Bauen und Sanieren günstiger. Die Baupreise aufgrund von gesetzlichen Vorgaben werden abgesenkt.
Förderung von seriellem und modularem Bauen: Moderne Bauweisen können schneller eingesetzt werden und helfen dabei, Wohnraum kostengünstiger zu schaffen.
Reduzierung der Stellplatzpflicht: Gerade in Städten und Ortszentren können Bauprojekte einfacher umgesetzt werden, weil weniger Pflichtstellplätze geschaffen werden müssen.
„Besonders wichtig ist mir, dass wir nicht nur den Neubau erleichtern, sondern auch den Bestand besser nutzbar mach. Bei uns im Barnim, etwa in Städten wie Eberswalde oder Joachimsthal, gibt es viele Gebäude mit Potenzial für zusätzlichen Wohnraum. Genau hier setzt unsere Novelle an“, so der SPD-Landtagsabgeordnete Kurt Fischer.
Der Abgeordnete betont zugleich abschließend, dass die Reform kein Selbstzweck sei: „Bezahlbarer Wohnraum ist eine der großen sozialen Fragen unserer Zeit. Mit der Novelle schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass schneller gebaut, einfacher modernisiert und günstiger gewohnt werden kann. In Kombination mit dem Bauturbo des Bundes schafft die Politik somit die richtigen Rahmenbedingungen damit schrittweise wieder mehr gebaut und neuer Wohnraum entstehen kann. Das ist gerade in der jetzigen Situation besonders wichtig.“













