Seit Jahren wird ein durchgehender Geh- und Radweg zwischen Bernau und Blumberg entlang der L31 gefordert – ohne Fortschritt. Schüler und Anwohner aus Birkholzaue, Birkenhöhe und Elisenau müssen weiterhin die enge, kurvenreiche und stark befahrene Straße ohne Schutz nutzen.
In den vergangenen Jahren organisierten die Ortsvorsteherin von Birkenhöhe, Heidi Scheidt und der Ortsvorsteher von Birkholzaue, Heiko Schilsky zahlreiche Initiativen zur Verbesserung der Situation. Eine Petition mit 3.000 Unterschriften, mehrere Fahrraddemonstrationen sowie ein rbb-Vor-Ort-Termin sorgten zwar für Aufmerksamkeit, blieben jedoch ohne nachhaltige Wirkung.
Erst nach einer Initiative von BVB / FREIE WÄHLER Bernau und einem Beschluss der Bernauer Stadtverordnetenversammlung wurde 2022 eine Planungsvereinbarung zwischen Bernau, Ahrensfelde und dem Landesbetrieb Straßenwesen geschlossen. Leider liegt bis heute – mehr als drei Jahre später – noch nicht einmal eine abgestimmte Vorplanung vor. Das haben Anfragen in der Stadtverordnetenversammlung Bernau Anfang 2026 offengelegt. Eine vergleichbare Situation ist in der Gemeinde Ahrensfelde gegeben. Auch dort war eine Planungsvereinbarung mit dem Landesbetrieb für den Planungsbereich von Blumberg bis Birkholzaue/Elisenau geschlossen worden, betonte Jörg Dreger, Ortsvorsteher von Blumberg. Die anhaltenden Verzögerungen wollen die Ortsvorsteher und Gemeindevertreter aus Bernau und Ahrensfelde nicht länger hinnehmen.

Bei einem überparteilichen Arbeitstreffen haben sie sich über die aktuelle Situation ausgetauscht und das weitere Vorgehen beraten. Evelyn Westphal vom Bündnis für Bernau erklärt dabei: „Ziel ist es, den dringend benötigten Geh- und Radweg endlich voranzubringen und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer nachhaltig zu verbessern.“ Jan Bernatzki (BVB/FREIE Wähler) fordert einen „Planungsturbo“: „Die Kommunen haben geliefert, doch auf Landesebene fehlt die nötige Dynamik. Die Vor- und Entwurfsplanung müssen endlich abgeschlossen werden, um das Planfeststellungsverfahren auf den Weg zu bringen.“ Auch Cassandra Lehnert (SPD) mahnt klare Prioritäten an: „Gerade jetzt muss das Land priorisieren und die notwendigen Ressourcen für wichtige Infrastrukturprojekte wie den Geh- und Radweg zwischen Bernau und Blumberg bereitstellen.“ Die Bernauer Landtagsabgeordnete Martina Maxi Schmidt (SPD) informierte im Rahmen des Arbeitstreffens zu ihren bisherigen Aktivitäten im Landtag und stellte den Kommunalvertretern Unterstützung auf Landesebene in Aussicht. Sie betonte: „Wir müssen Wege finden, das Planungs- und Genehmigungsverfahren für den Radwegebau zu beschleunigen.“
Die Bernauer Stadtverordneten und die Gemeindevertreter aus Ahrensfelde wollen das Thema nun verstärkt und überparteilich in ihre Gremien einbringen und sich auch künftig zu gemeinsamen Aktivitäten eng abstimmen. Einig sind sie sich darin, dass auch der Druck auf Landesebene erhöht werden muss – denn gewartet wird bereits seit Jahren.











