Werneuchen: Am Sonntag, den 14. September 2025, fand in Werneuchen eine Fahrraddemonstration statt, bei der trotz regnerischen Wetters rund 150 Radfahrer für den Bau eines Radwegs entlang der Bundesstraße 158 zwischen Werneuchen und Tiefensee protestierten. Die Aktion machte auf die fehlende sichere Radverbindung aufmerksam, die insbesondere für Kinder und Pendler eine erhebliche Gefahr darstellt.
Radwegeausbau zwischen Werneuchen und Tiefensee im Fokus der Demonstration
Organisiert wurde der Protest von der Wählerinitiative Werneuchen (WiW). „Mit der Aktion möchten wir auf den fehlenden Radweg zwischen unseren Ortsteilen Werneuchen-Stadt und Tiefensee aufmerksam machen. Besonders für Kinder, die täglich auf dem Schulweg sind, bedeutet das aktuelle Verkehrsaufkommen eine erhebliche Gefahr“, erklärte Tom Rochau, Initiator der Aktion. Die Fahrraddemo startete um 10:30 Uhr nach der Eröffnungsrede auf dem Parkplatz hinter der Aral-Tankstelle an der Freienwalder Straße. Die Route führte über Werneuchen Ost, Werftpfuhl bis nach Tiefensee, wo an mehreren Stationen weitere Statements gehalten wurden.

Der Verein „Regionalpark Barnimer Feldmark e. V.“ unterstützte die Aktion mit Redebeiträgen seiner Mitglieder Manfred Geske und Burkhard Horn. Manfred Geske betonte die Notwendigkeit einer umfassenden Radwegeplanung: „Neben dem Abschnitt zwischen Tiefensee und Werneuchen sollten auch die Weiterführung des Radwegs entlang der B 158 von Tiefensee bis Bad Freienwalde sowie entlang der B 168 von Tiefensee nach Eberswalde eingefordert werden. Bereits 2018 hat der Landesbetrieb Straßenwesen Bedarfslisten für Radwege an Bundesstraßen veröffentlicht, in denen diese Strecken als ‚vordringlicher Bedarf‘ eingestuft sind. Im Radverkehrskonzept für die Barnimer Feldmark von 2021 und im aktuellen Entwurf des Radverkehrskonzepts für den Landkreis Barnim von 2024 sind diese Radwege ebenfalls als prioritäre Baumaßnahmen ausgewiesen. Alternativ könnten auch Feld- und Waldwege parallel zu den Bundesstraßen ausgebaut werden, was den Erwerb von Grundstücken überflüssig macht und für Radfahrer angenehmer wäre. Die Stadt Werneuchen sollte sich mit dem Landesbetrieb Straßenwesen abstimmen und ein Treffen mit der Bürgermeisterin und dem Leiter der Region Ost organisieren.“

Bereits 2019 hatte die Stadtverordnetenversammlung eine Resolution für den Bau eines Radwegs entlang der B 158 verabschiedet und forderte die zuständigen Behörden im Barnim, Brandenburg und Bund auf, das Projekt voranzutreiben. Die Werneuchener Bürgermeisterin Astrid Hildebrand betonte, dass ein gemeinsamer Geh- und Radweg bis Werftpfuhl in der Bedarfsplanung des Landes Brandenburg vorgesehen sei, jedoch noch kein konkreter Umsetzungstermin feststehe. Sie verwies zudem auf den Personalmangel beim Landesbetrieb Straßenwesen, der zahlreiche Projekte verzögere.
„Regionalpark Barnimer Feldmark e. V.“ unterstützt Fahrradmobilität mit eigenem Projekt
Der Ausbau der Fahrradmobilität gewinnt in der Region zunehmend an Bedeutung. Radfahren ist nicht nur eine gesunde und kostengünstige Fortbewegungsart, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Weniger Autoverkehr bedeutet weniger Emissionen und mehr Lebensqualität in den Gemeinden. Sichere und gut ausgebaute Radwege fördern die Nutzung des Fahrrads im Alltag und stärken die regionale Vernetzung zwischen den Ortsteilen und Nachbargemeinden.

Der Regionalparkverein hat daher vor kurzem zu diesem Thema ein eigenes Projekt umgesetzt. Im Rahmen des Regionalbudgets der LAG Barnim wurde das Förderprojekt „Anschaffung von zwei E-Bikes und einem E-Lastenrad inklusive Fahrradgarage“ erfolgreich abgeschlossen. Die Fahrräder stehen den Regionalparkmitarbeitern und -mitgliedern für die Wahrnehmung von Terminen bei den Gemeinden, für Ortstermine und Veranstaltungen zur Verfügung. Das E-Lastenrad kam kürzlich zum Regionalparklauf im Lenné Park in Blumberg als Versorgungsfahrzeug zum Einsatz.
Mit der Unterstützung der Fahrraddemonstration setzt der Regionalparkverein gemeinsam mit den Initiatoren ein deutliches Zeichen für mehr Sicherheit und bessere Infrastruktur im Radverkehr und fordert von Politik und Verwaltung eine zügige Umsetzung der längst überfälligen Radwegeplanung.
Weitere Informationen zum Radverkehrskonzept 2021 des Vereins unter:
https://www.regionalpark-barnimerfeldmark.de/projekte













