Eberswalde: Porträts zu fotografieren ist schwer, weil es außer technischen Kenntnissen auch psychologisches Feingefühl, künstlerisches Talent und einen Sinn für das Erfassen des richtigen Augenblicks erfordert. „Augen Blick“ ist auch der Titel einer neuen Ausstellung im Atrium des GLG Martin Gropius Krankenhauses in Eberswalde. Gezeigt werden Porträt-Aufnahmen des Fotografen Achim Kuhn aus Lichterfelde.
„Die unterhaltendste Fläche auf der Erde für uns ist die vom menschlichen Gesicht“, heißt ein berühmtes Zitat des Dichters Georg Christoph Lichtenberg. Nachvollziehen kann das jeder, der die Ausstellung besucht. Die Porträts entstanden im Rahmen eines Zirkusprojekts. Drei Jahre lang begleitete Achim Kuhn Projektwochen und Trainings mit der Kamera. Seine Aufnahmen zeigen Jugendliche, wie sie in innere und äußere Ruhe kommen, sich entspannen, konzentrieren, beobachten oder vor lauter Lebensfreude „explodieren“. Ergebnis seiner Arbeit sind bemerkenswerte Bildkompositionen mit ausdrucksstarken Mimiken, die dem Betrachter ohne Worte viel über die abgebildeten Menschen erzählen. Nichts wirkt dabei gestellt, aufgesetzt, inszeniert. Immer ist es der Augenblick, der sich, wie von einem Blitzlicht eingefangen, zu einer ausführlichen, ganz persönlichen Ansprache des Betrachters weitet.
Achim Kuhn war über viele Jahre Fotograf für die „Mitteldeutsche Zeitung“ und zog im Ruhestand in den Barnim. Seine Arbeiten widmen sich oft „Szenen am Rande“, dem Besonderen im Alltäglichen. Die Fotoschau wird vom architektonisch beeindruckenden Atrium des Krankenhauses umrahmt, das regelmäßig zu wechselnden Ausstellungen einlädt. Die Ausstellung „Augen Blick“ ist vom 23. März bis 17. Mai zu sehen. Der Eintritt ist frei. Das Krankenhaus befindet sich in der Oderberger Straße 8.















