Ahrensfelde: Im Rahmen der Initiative „Ahrensfelde summt“ fand am 16. Mai 2026 im Ortsteilzentrum Eiche eine informative Veranstaltung zum Thema „Naturnahes Gärtnern im Frühjahr“ statt. Organisiert vom Kulturverein Eiche und unterstützt vom Regionalpark Barnimer Feldmark e.V. als Kooperationspartner der Initiative, nahmen rund 20 interessierte Personen teil.
Heike Niemeyer, Mitarbeiterin des Regionalparkvereins, gab eine fundierte Einführung in die naturnahe Gartengestaltung mit dem Fokus auf Pflanzenvielfalt, Insektenfreundlichkeit und Naturschutz. Außerdem stellte sie die Auswahl geeigneter Pflanzen für sonnige, halbschattige und schattige Standorte vor, um eine optimale Gestaltung von Sonnen- und Schattengärten zu ermöglichen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Gestaltung von Nutz- und Ziergärten. Hierbei wurden verschiedene Pflanzenarten wie Gemüse, Obst, Kräuter, Stauden, einjährige Blumen und Sträucher vorgestellt und auf den unterschiedlichen Nährstoffbedarf der Pflanzen sowie die Bedeutung des Fruchtwechsels als Maßnahme zur Erhaltung der Bodengesundheit und zur natürlichen Pflanzenschutzstrategie verwiesen.
Natürlicher Pflanzenschutz und Mischkulturen im Fokus
Praxisnah zeigte die Expertin des Regionalparkvereins, wie Pflanzenschutz mit natürlichen Gegenspielern wie Vögeln, Raubmilben und Schlupfwespen funktioniert. Außerdem gab sie Einblicke in Methoden zur Pflanzenstärkung, etwa durch den Einsatz von Pflanzenjauche und Gesteinsmehl. Beispiele erfolgreicher Mischkulturen, etwa Möhre mit Zwiebeln oder Tomate mit Basilikum, rundeten diesen Teil ab.
Ein wesentlicher Abschnitt des Vortrags widmete sich der Insektenfreundlichkeit und dem Naturschutz im Garten. Dabei wurde gezeigt, warum der Staudenrückschnitt erst im Frühjahr erfolgen sollte, nämlich um die Larvenstadien der Insekten zu schützen. Die Bedeutung von Pflanzen mit ungefüllten Blüten für nektar- und pollenliebende Insekten hob Heike Niemeyer besonders hervor. Zudem stellte sie spezielle Pflanzen vor, die für Wildbienen und Schmetterlinge besonders wichtig sind, wie Wollziest, Brennnessel und verschiedene Doldenblütler. Das Belassen von „wilden Ecken“ im Garten als wertvoller Lebensraum für Tiere legte sie den Teilnehmern ebenfalls ans Herz.

Abschließend wurde erläutert, wie Totholzhaufen, Reisighecken, Steinhaufen und Sandarien als Rückzugsorte dienen können und Igelquartiere, Vogel- und Insektentränken sowie der Bau von Insektenhotels und Nistkästen geschaffen werden können. Das Anlegen von Gartenteichen als Feuchtbiotop zur Erhöhung der Biodiversität stellte einen weiteren wichtigen Punkt dar.
Die sehr interessierten Gäste nutzten die Gelegenheit, zahlreiche Fragen zu stellen und sich aktiv an der anschließenden offenen Gesprächsrunde zu beteiligen. Die vielen eindrucksvollen Fotos, die die vielfältige Insektenwelt und Beispiele naturnaher Gartengestaltung untermalten den gelungenen Vortrag.

Regionaler Naturschutz durch nachhaltige Gartengestaltung
Das naturnahe Gärtnern gewinnt in der Barnimer Feldmark zunehmend an Bedeutung und trägt maßgeblich zur Förderung der Artenvielfalt und zum Schutz unserer heimischen Insekten- und Tierwelt bei. Die Veranstaltung in Eiche hat eindrucksvoll gezeigt, wie durch bewusste Pflanzenauswahl, nachhaltige Pflege und den Erhalt von Lebensräumen im eigenen Garten ein wertvoller Beitrag zum regionalen Naturschutz geleistet werden kann. Mit dem Engagement von Initiativen wie „Ahrensfelde summt“ und dem Regionalpark Barnimer Feldmark e.V. wird die Bedeutung naturnaher Gärten als grüne Oasen für Mensch und Natur in der Region weiter gestärkt und sichtbar gemacht.

















