Bernau: Die Sparkassen-Arena war am Donnerstagabend wieder laut. Playoffs, Viertelfinale, Spiel 1 gegen die Hertener Löwen – und Lok Bernau nutzte den Heimvorteil von Beginn an mit voller Energie. Am Ende stand ein deutlicher 97:51-Erfolg und damit die Führung in der Serie.
Die Hertener Löwen reisten stark ersatzgeschwächt nach Bernau. Mit David Ewald, Faton Jetullahi, Tarik Jakupovic und Dario Fiorentino fehlten gleich mehrere wichtige Akteure beruflich verhindert. Im Gegenteil konnte Lok Bernau mit voller Besetzung antreten und auf einen breiten Kader von zwölf Spielern zurückgreifen. Diese Ausgangslage prägte das Spiel – Bernau nutzte sie konsequent.
Früher Druck, klare Richtung
Das erste Viertel setzte direkt den Ton. Bernau nahm Herten von Beginn an die Geschwindigkeit, verteidigte intensiv und baute schnell eine deutliche Führung auf. Bereits nach fünf Minuten lag Lok mit elf Punkten vorne.
Besonders stark: Herten wurde im ersten Viertel gleich dreimal zu einem 24-Sekunden-Verstoß gezwungen. Dazu traf Bernau von außen perfekt: 5 von 5 Dreiern im ersten Abschnitt. Anthony Watkins traf gleich dreimal von außen, dazu kamen Dreier von Emanuel Schiller und Anton Nufer. Nach zehn Minuten stand es 32:6.
Der Zug hatte keine Bremsen
Auch im zweiten Viertel blieb Bernau klar in der Spur. Lok musste nun nicht mehr alles von außen lösen und fand immer wieder andere Wege zum Korb. Nur ein Dreier fiel in diesem Abschnitt – getroffen von Anton Nufer. Trotzdem baute Bernau die Führung weiter aus.
Der Zug hatte an diesem Abend keine Bremsen: Korb um Korb zog Lok davon und ging mit einem deutlichen 53:21 in die Halbzeit.
Nach der Pause kamen die Löwen mit neuer Energie aus der Kabine. Herten versuchte, mehr Druck aufzubauen und sich besser ins Spiel zu kämpfen. Bernau blieb bereit, auch wenn in diesem Viertel keiner der drei Dreierversuche fiel. Lok kontrollierte das Spiel weiter über Verteidigung, Ballbewegung und Abschlüsse in Korbnähe. Nach drei Vierteln führte Lok mit 73:37.
Geschlossene Leistung bis zum Schluss
Im letzten Viertel legte Bernau noch einmal nach – diesmal auch wieder von außen. Leo Döring traf einen beeindruckenden Dreier, kurz darauf legte Emanuel Schiller von der Dreierlinie nach. Es dauerte nicht lange, bis auch Anton Nufer noch einmal von außen traf.
Die höchste Führung des Abends lag bei 46 Punkten. Fast alles lief zusammen: starke Verteidigung, gute Ballbewegung, klare Abschlüsse und eine breite Teamleistung.
Der Endstand: 97:51.
Respekt an Herten
Trotz der schwierigen Ausgangslage haben die Hertener Löwen das Spiel angenommen und bis zum Ende dagegengehalten. Dafür verdient die Mannschaft Respekt.
Gleichzeitig ist klar: Die Serie ist nicht entschieden. Am Sonntag in Herten wartet eine neue Aufgabe – und Lok Bernau wird dort wieder volle Konzentration brauchen.
Vergleichstatistik
| Kategorie | Lok Bernau | Hertener Löwen |
| Punkte | 97 | 51 |
| Viertel | 32:6 / 21:15 / 20:16 / 24:14 | 6:32 / 15:21 / 16:20 / 14:24 |
| 2er | 30/46 – 65 % | 14/39 – 36 % |
| 3er | 9/14 – 64 % | 4/19 – 21 % |
| Feldwürfe gesamt | 39/60 – 65 % | 18/58 – 31 % |
| Freiwürfe | 10/15 – 67 % | 11/12 – 92 % |
| Assists | 32 | 7 |
| Rebounds gesamt | 36 | 24 |
| Defensiv-Rebounds | 30 | 14 |
| Offensiv-Rebounds | 6 | 10 |
| Steals | 5 | 3 |
| Turnover | 9 | 16 |
| Fouls | 14 | 16 |
| Blocks | 9 | 0 |
| Höchste Führung | 46 | 0 |
| Bester Run | 14 | 5 |
| Effizienz | 144 | 28 |
Die Zahlen zeigen, wie klar Lok Bernau dieses Spiel kontrolliert hat: 65 Prozent bei den Zweiern, 64 Prozent von der Dreierlinie und 65 Prozent aus dem Feld sind extrem starke Werte. Dazu kamen 32 Assists, was die gute Ballbewegung und das mannschaftliche Spiel deutlich macht.
Defensiv setzte Bernau Herten über 40 Minuten unter Druck: 16 Turnover der Löwen, 9 Blocks und nur 31 Prozent Feldwurfquote für Herten sprechen eine klare Sprache. Auch die Effizienz von 144 zu 28, die höchste Führung von 46 Punkten und der beste Bernauer Run von 14:0 zeigen, wie dominant dieser Auftritt war.
Lok Bernau
Nevio Bennefeld
21 Punkte, 5 Rebounds, 1 Assist, 1 Block, 82 % aus dem Feld, Effizienz 21
Anthony Watkins
15 Punkte, 4 Assists, 2 Rebounds, 86 % aus dem Feld, 3/3 Dreier, kein Turnover, Effizienz 20
Anton Nufer
14 Punkte, 7 Assists, 5 Rebounds, 80 % aus dem Feld, 3/4 Dreier, Effizienz 22
Marco Rahn
14 Punkte, 5 Rebounds, 2 Assists, 3 Blocks, 78 % aus dem Feld, Effizienz 22
Hertener Löwen
Esosa Kelvin Okundaye
16 Punkte, 3 Assists, 3 Rebounds, 50 % aus dem Feld, Effizienz 13
Bryant Allen
10 Punkte, 1 Steal, 2/2 Freiwürfe
Stimmen zum Spiel
Im Vodafone Fan-Talk kommen mehrere Stimmen zu Wort:
Headcoach Dan Oppland ordnet das Spiel ein, Anton Nufer gibt seine Perspektive aus Spielersicht – und auch aus dem medizinischen Bereich gibt es Einblicke von Johanita aus der Medical Crew. Reinschauen lohnt sich – der Fan-Talk zeigt noch einmal verschiedene Blickwinkel auf den Auftaktsieg.

















