Lok Bernau hat sich am Freitagabend mit einem 90:72-Auswärtssieg bei den Dresden Titans den entscheidenden zweiten Erfolg in der Achtelfinal-Serie gesichert und steht damit im Playoff-Viertelfinale. Nach einer dominanten ersten Halbzeit, einem kurzen Dresdner Comeback im dritten Viertel und einem souveränen Schlussabschnitt brachte das Team von Dan Oppland den verdienten Erfolg sicher ins Ziel.
1. Viertel: Lok übernimmt früh die Kontrolle
Die Partie begann intensiv und körperbetont. Dresden eröffnete zwar von der Freiwurflinie, doch Lok Bernau fand schnell in den Rhythmus. Vor allem Anthony Watkins setzte früh offensive Akzente und brachte unser Team mit zwei Dreiern auf Kurs. Auch Shawn Scott II war von Beginn an ein ganz wichtiger Faktor, weil er dem Spiel sofort ein sehr hohes Tempo gab und mit viel Energie dafür sorgte, dass Lok direkt Druck aufbauen konnte. Mit aggressiver Verteidigung, viel Druck über das ganze Feld und konsequentem Umschaltspiel übernahm Bernau immer mehr die Kontrolle. Ballverluste der Gastgeber wurden direkt bestraft, unter anderem mit einfachen Punkten in Transition. Nach dem ersten Viertel lag Lok bereits deutlich vorne.
Viertelstand: 13:27
2. Viertel: Bernau drückt weiter aufs Tempo
Auch im zweiten Abschnitt blieb Lok Bernau klar tonangebend. Dresden fand weder defensiv noch offensiv den nötigen Zugriff, während Bernau den Vorsprung konsequent ausbaute. Guy Artman Nahmias traf aus der Distanz, Emmanuel Schüler versenkte noch vor der Pause bereits einen weiteren erfolgreichen Dreier für unser Team. Die Gäste spielten die Partie in dieser Phase mit viel Ruhe, Qualität und Tiefe im Kader. Zwischenzeitlich wuchs der Vorsprung auf über 20 Punkte, zur Halbzeit stand eine klare Führung auf der Anzeigetafel.
Viertelstand: 16:27
Halbzeitstand: 29:54
3. Viertel: Dresden kommt noch einmal zurück
Nach dem Seitenwechsel zeigte Dresden seine beste Phase. Angeführt von Kevin Kollmar und unterstützt durch starke Aktionen von Best Otakho arbeiteten sich die Titans Stück für Stück zurück in die Partie. Lok verlor in dieser Phase etwas den offensiven Rhythmus, Dresden nutzte das Momentum und verkürzte den Rückstand deutlich. Aus einem zwischenzeitlichen 31-Punkte-Rückstand machten die Gastgeber vor dem Schlussviertel wieder ein offenes Spiel.
Viertelstand: 24:9
Stand vor dem Schlussviertel: 53:63
4. Viertel: Starke Reaktion und souveräner Auswärtssieg
Im Schlussabschnitt reagierte Lok Bernau genau richtig. Nach der Dresdner Aufholjagd fand unser Team offensiv wieder deutlich besser in die Spur. Zwar hielten die Titans zunächst noch dagegen, doch Bernau übernahm schnell wieder die Kontrolle. Besonders Guy Artman Nahmias und Akim-Jamal Jonah sorgten in der entscheidenden Phase dafür, dass das Momentum nicht mehr kippte. So brachte Lok den Vorsprung souverän über die Zeit und machte mit dem 90:72-Auswärtssieg den Einzug ins Viertelfinale perfekt.
Viertelstand: 19:27
Endstand: 72:90
Vergleichtabelle
| Statistik | Dresden Titans | Lok Bernau |
| Punkte | 72 | 90 |
| Viertel | 13 / 16 / 24 / 19 | 27 / 27 / 9 / 27 |
| Zweier | 20/38 (53 %) | 18/42 (43 %) |
| Dreier | 5/22 (23 %) | 11/27 (41 %) |
| Feldwürfe gesamt | 25/60 (42 %) | 29/69 (42 %) |
| Freiwürfe | 17/30 (57 %) | 21/26 (81 %) |
| Defensiv-Rebounds | 28 | 29 |
| Offensiv-Rebounds | 8 | 15 |
| Rebounds gesamt | 36 | 44 |
| Assists | 16 | 22 |
| Steals | 10 | 12 |
| Blocks | 6 | 2 |
| Turnover | 16 | 16 |
| Fouls | 23 | 26 |
| Effektivität | 76 | 109 |
| Höchste Führung | 2 | 31 |
| Bester Run | 8 | 11 |
Topscorer
Dresden Titans
- Kevin Kollmar: 24 Punkte, 5 Assists, 3 Steals, Effizienz 24
- Osasere Best Otakho: 14 Punkte, 5 Rebounds, 1 Block, Effizienz 13
- Sebastian Heck: 8 Punkte, 11 Rebounds, 7 Assists, 4 Blocks, 4 Steals, Effizienz 25
Lok Bernau
- Guy Artman Nahmias: 15 Punkte, 8 Assists, 2 Steals, Effizienz 16
- Anthony Watkins: 14 Punkte, 7 Rebounds, Effizienz 14
- Akim-Jamal Jonah: 13 Punkte, 9 Rebounds, Effizienz 14
- Emanuel Schüler: 12 Punkte, 8 Rebounds, 1 Block, Effizienz 17
Shawn Anthony Scott II: 12 Punkte, 3 Steals, Effizienz 12
DAN OPPLAND ZUM SPIEL:
„Ich denke, wir waren vor allem in der ersten Halbzeit mit unserem Stil sehr aggressiv und haben das Tempo der Partie sehr gut kontrolliert. Dresden war in dieser Phase eigentlich komplett aus dem Spiel. Gegen Ende des zweiten Viertels haben sie dann einen kleinen Run gestartet, und im dritten Viertel ist das Spiel für uns ein Stück weit gekippt. Aber das kann in den Playoffs passieren – das ist auch die menschliche Seite des Sports. Wir haben ein wenig den Fokus verloren und damit auch etwas an Selbstvertrauen eingebüßt.Zum Glück haben wir als Team schon eine gewisse Erfahrung, die uns in solchen Momenten hilft. Trotzdem ist das ein Teil des Spiels, aus dem wir lernen müssen und in dem wir auf jeden Fall noch besser werden können. Das gehört einfach zum Sport dazu: Unter Druck gibt es Phasen, in denen man in ein Loch fällt. Ich war aber stolz darauf, wie wir uns im vierten Viertel wieder daraus herausgearbeitet haben. Wir haben das Tempo erneut kontrolliert und das Spiel dann am Ende auch deutlich gewonnen. Natürlich ist das für uns ein Lernprozess – wir sind nicht perfekt.“
LOK-FANS MACHEN DRESDEN LAUT
Ein riesiges Dankeschön geht auch an unseren Fanblock. Über 100 mitgereiste Lok-Fans haben die Dresdner Halle am Freitagabend zu einem echten Auswärtsspiel mit Heimspielgefühl gemacht. Mit zwei Fanbussen, dazu vielen selbst angereisten Unterstützern, war das nicht nur ein starker Support, sondern auch eine echte Premiere. Was unser Anhang in Dresden an Lautstärke, Leidenschaft und Energie auf die Tribüne gebracht hat, war absolut überragend. Ihr wart großartig und habt einmal mehr gezeigt, was für eine besondere Gemeinschaft hinter Lok Bernau steht. 🖤💛🚂

















