Ahrensfelde: Am 16. März 2026 wurde im Rathaus Ahrensfelde die Ausstellung „Bilderwelten“ des Künstlers Manfred Zémsch feierlich eröffnet. Die Vernissage markiert einen besonderen Moment im Jubiläumsjahr des in Stolzenhagen lebenden Künstlers, der in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag begeht.
Zahlreiche Gäste folgten der Einladung und erlebten einen eindrucksvollen Abend voller Kunst, Begegnung und persönlicher Einblicke in das Schaffen Zemschs. Die Ausstellung vereint eine Auswahl seiner Werke, die er gemeinsam mit seinen Kunst-Lehrlingen zusammengestellt hat. Sie spiegeln eindrucksvoll die Vielfalt seines künstlerischen Ausdrucks wider – geprägt von Eindrücken aus Reisen, seiner brandenburgischen Heimat sowie von persönlichen Stimmungen und Erfahrungen.

In seiner Laudatio fand Gerd Hünger, langjähriger Freund des Künstlers, persönliche und treffende Worte für das Werk Zémschs. So betonte er: „Alle seine Bilder haben ihre eigene Geschichte, sowohl als Ergebnis seiner Eindrücke von Reisen oder seiner Brandenburger Heimat.“ Dabei würden stets auch „Erlebnisse, Stimmungen oder auch Probleme sichtbar“.
Hünger hob besonders hervor, wie eng Zémschs künstlerisches Schaffen mit seinem inneren Erleben verbunden ist: „Er kann nur abhängig vom eigenen Befinden malen. Nur so kann er Leben in das Bild bringen.“ Diese Haltung verleihe den Werken eine besondere Intensität und Ausdruckskraft.
Zugleich würdigte er den unermüdlichen Antrieb des Künstlers: „Stillstand gibt es in seinem Leben nicht.“ Zémsch habe sich stets weiterentwickelt – ob als Dekorateur, Innenarchitekt oder Kunstmaler – und dabei kontinuierlich an der Verfeinerung seiner Techniken gearbeitet.

Auch die Wirkung der ausgestellten Arbeiten beschrieb Hünger eindrücklich: „Bei den ausgestellten Bildern reduziert sich die Darstellung auf das Wesentliche, auf ausdrucksvolle und expressive Farbgebungen.“ Gerade diese Reduktion eröffne den Betrachtenden neue Zugänge: „Nicht nur er als Maler, auch der Betrachter muss also kreativ sein.“
Die Ausstellung macht deutlich, dass es Zémsch weniger um das bloße Abbilden als vielmehr um das Erleben von Kunst geht. Seine Werke laden dazu ein, sich einzulassen, genauer hinzusehen und eigene Assoziationen zu entwickeln.
Musikalisch begleitet wurde die Vernissage von Detlef Groth, während Gerd Hünger mit seiner persönlichen und zugleich tiefgründigen Laudatio den Abend bereicherte.
Die Ausstellung „Bilderwelten“ ist noch bis zum 18. Mai 2026 im Rathaus Ahrensfelde zu sehen. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, die vielseitigen Arbeiten von Manfred Zémsch zu entdecken und sich von seiner künstlerischen Handschrift inspirieren zu lassen.


















