Bernau: An der Ecke Zepernicker Chaussee und Mainstraße entsteht auf 590 Quadratmetern ein sogenannter Tiny Forest: das Friedenswäldchen. Bei der Pflanzaktion am 13. Dezember 2024 pflanzten die Schülerinnen und Schüler der Grundschule am Blumenhag 1.525 Setzlinge, aus denen in den kommenden Jahren Bäume und Sträucher wachsen. Ziel des Projekts ist es, ein dichtes und ökologisch vielfältiges Kleinbiotop zu schaffen, das Regenwasser aufnimmt, Staub und CO₂ bindet und als Ort der Erholung, Bildung und Begegnung dient.
Die Klasse 3b besuchte das heranwachsende Waldstück während der Hortzeit. „Hier lag richtig viel Müll rum, den haben wir erstmal eingesammelt“, sagt Merle, neun Jahre alt. Ihre Freundin Lissy, ebenfalls neun Jahre alt, ergänzt: „Ich glaube, viele Leute sehen und wissen gar nicht, dass hier ein Wäldchen entsteht.“ Die städtische Werbefläche in der Nähe des Wäldchens wird demnächst darauf hinweisen und so mehr Menschen über das Projekt informieren.
Horterzieherin Sibylle Domscheit begleitet das Projekt von Anfang an und sorgt dafür, dass die Kinder regelmäßig vorbeischauen und Verantwortung für das Stück Grün übernehmen. Die Schülerinnen und Schüler haben ein Portfolio mit Bildern und Informationen zu ihrem Baum erstellt, sodass sie nun genau sagen können, welcher Baum von wem in die Erde gebracht wurde. Bei der Pflanzung vor über einem Jahr wurden die Kinder von Expertinnen und Experten unterstützt. Gepflanzt wurden unter anderem Hasel, Vogel-Kirsche, Eberesche und Esskastanie. Die Auswahl von 22 Arten soll verschiedenen Insekten und Vögeln Nahrung und Unterschlupf bieten. Erste Insekten konnten bereits beobachtet werden. Begeistert ließen die Kinder einen Marienkäfer von Hand zu Hand krabbeln.
Das Projekt ist Teil des Labels Stadtgrün naturnah und wird von der Stadt Bernau in Zusammenarbeit mit der KARUNA Sozialgenossenschaft und dem Verein MIYA forest e.V. umgesetzt. Es wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie die KfW.
Im Sommer werden die Projektverantwortlichen gemeinsam mit den Kindern ein Update durchführen und die weitere Entwicklung des Wäldchens dokumentieren.















