Bernau: Besser kann man in die Playoffs kaum starten. Lok Bernau ist stark in die heiße Phase der Saison reingekommen und hat das erste Achtelfinalspiel gegen die Dresden Titans mit 87:67 gewonnen. Vor 1.836 Zuschauern in der vollen Sparkassen-Arena zeigte LOK von Beginn an, dass das Team bereit ist für Playoff-Basketball.
Und die Halle hat genau das geliefert, was man sich für so einen Abend wünscht. Bernau war laut, emotional und voll da – aber auch Dresden hatte richtig guten Support dabei. Der Gästeblock war stark besetzt und deutlich zu hören. Genau das macht Playoffs besonders: beide Fanlager sind da, beide Teams werden getragen, und in der Halle ist über 40 Minuten kaum eine ruhige Sekunde. So muss Playoff-Stimmung klingen.

Ein besonderes Highlight aus Bernauer Sicht war das Comeback von Shawn Scott II. Er konnte wieder mitwirken und war sofort da. Ohne lange Anlaufzeit brachte er direkt Energie und Qualität ins Spiel.
Erstes Viertel: LOK findet früh den Rhythmus
Das erste Viertel hat zunächst noch nicht alles vorgegeben. Dresden war von Anfang an wach und machte LOK das Leben nicht leicht. Jedes Mal, wenn Bernau einen Schritt nach vorne gemacht hat, kam zunächst die Antwort der Titans.
Doch in der Mitte des Viertels legte LOK dann einen Gang zu. Bernau verteidigte den eigenen Korb deutlich besser, kam vorne in gute Aktionen und setzte sich Stück für Stück ab. Diese starke Phase brachte den Gastgebern Kontrolle über das Spiel – und auch die Halle war jetzt komplett drin. So ging das erste Viertel mit einer klaren 31:17-Führung an Lok Bernau.
Zweites Viertel: Dresden kommt ran, Watkins antwortet
Im zweiten Abschnitt wurde das Spiel zunächst etwas unruhiger. Es gab viele Fouls und Turnover, wodurch der Rhythmus auf beiden Seiten immer wieder unterbrochen wurde. In dieser Phase war es vor allem #21 Malte Silbermann, der für Dresden gefährlich wurde. Mit zwei Dreiern in Folge verkürzte er den Rückstand der Gäste, und plötzlich war beim Stand von 37:31 wieder deutlich mehr Spannung im Spiel.
Die Antwort von LOK ließ aber nicht lange auf sich warten. Anthony Watkins traf einen wichtigen Dreier und setzte damit genau das richtige Zeichen. Bernau fing sich wieder, hielt den Gegner auf Abstand und brachte eine 44:35-Führung mit in die Halbzeit.

Drittes Viertel: Dresden drückt, LOK hält dagegen
Nach der Pause kamen die Dresden Titans hochmotiviert zurück aufs Feld. Die Gäste starteten direkt mit drei Punkten in die zweite Hälfte und machten schnell klar, dass sie sich noch nicht aufgegeben hatten. Mitte des Viertels wurde es dann richtig eng: Beim 53:48 war der Bernauer Vorsprung plötzlich auf nur noch fünf Punkte geschmolzen.
Jetzt war das Spiel endgültig in der Phase angekommen, die man in den Playoffs sehen will. Es ging um jeden Ball, jeder Angriff war umkämpft, beide Teams verteidigten mit viel Aggressivität und Einsatz. Das war jetzt echter Kampf-Basketball. Man konnte sehen, wie beide Mannschaften alles investierten, um den Rhythmus des anderen zu brechen und den eigenen Korb zu beschützen.
Natürlich brachte diese Intensität auch Fouls und Freiwürfe mit sich. Aber LOK hielt in dieser Phase dagegen, blieb stabil und nahm eine 65:56-Führung mit ins Schlussviertel.
Viertes Viertel: Bernau macht den Deckel drauf
Im letzten Abschnitt setzte Lok Bernau dann die entscheidenden Aktionen. Zunächst legte LOK einen kleinen Lauf hin – mit zwei erfolgreichen Zweiern und einem Dreier. Dresden versuchte noch einmal zu antworten und wollte den Rückstand noch einmal verkürzen, doch Bernau blieb in der Spur.
Dann kam die nächste starke Phase der Gastgeber: dreimal in Serie getroffen, ohne dem Gegner die Chance zu geben, selbst nochmal richtig ranzukommen. Insgesamt stand am Ende ein bester Bernauer Lauf von 11:0 zu Buche – ein weiterer Beleg dafür, wie stark LOK in seinen dominanten Phasen aufgetreten ist. Die höchste Führung betrug 24 Punkte, und genau diese Kontrolle war im Verlauf des Spiels immer wieder zu spüren.
Danach folgte eine etwas ruhigere Phase, in der auf beiden Seiten offensiv nicht viel ging. Von der Mitte des Viertels bis rund zwei Minuten vor Schluss blieb es punktarm – ehe Shawn Scott II diese Sequenz beendete und damit noch einmal ein Zeichen setzte.
Am Ende stand ein verdienter und starker 87:67-Heimsieg für Lok Bernau. Ein Auftakt, der Mut macht – und ein Auftritt, der gezeigt hat, dass LOK in den Playoffs angekommen ist.
Auch die Liga hat hingeschaut
Dass Lok Bernau an diesem Abend Qualität gezeigt hat, blieb auch ligaweit nicht unbemerkt. Selbst die BARMER 2. Basketball Bundesliga hob Bernau in ihrem Rückblick als besonders souveränen Sieger des Abends hervor. Ein starkes Zeichen für den Auftritt der Mannschaft.

Topscorer Lok Bernau
Bei LOK führten drei Spieler das Scoring an:
#24 Guy Artman Nahmias war mit 18 Punkten bester Werfer der Bernauer. Dazu kamen 3 Assists, 3 Steals und Effektivität 17.
#34 Akim-Jamal Jonah brachte 16 Punkte, dazu starke 11 Rebounds und eine Effektivität von 19.
#8 Shawn Anthony Scott II meldete sich mit 14 Punkten und 4 Rebounds stark zurück.
Topscorer Dresden Titans
Bei den Gästen setzte vor allem #21 Malte Silbermann Akzente. Er kam auf 21 Punkte und traf starke 4 von 6 Dreiern.
#11 Duje Putnik erzielte 12 Punkte, dazu 5 Rebounds und 2 Assists.
#14 Osasere Best Otakho legte 11 Punkte, 9 Rebounds und 3 Blocks auf.
Die Zahlen zum Spiel
| Statistik | Lok Bernau | Dresden Titans |
| Punkte | 87 | 67 |
| Viertel | 31:17 / 13:18 / 21:21 / 22:11 | 17:31 / 18:13 / 21:21 / 11:22 |
| Zweier | 27/50 (54 %) | 21/37 (57 %) |
| Dreier | 7/21 (33 %) | 4/22 (18 %) |
| Feldwürfe gesamt | 34/71 (48 %) | 25/59 (42 %) |
| Freiwürfe | 12/13 (92 %) | 13/19 (68 %) |
| Defensiv-Rebounds | 25 | 18 |
| Offensiv-Rebounds | 18 | 9 |
| Rebounds gesamt | 43 | 27 |
| Steals | 12 | 11 |
| Turnover | 18 | 22 |
| Fouls | 22 | 20 |
| Höchste Führung | 24 | 3 |
| Bester Run | 11 | 7 |
| Effektivität | 104 | 62 |
Der Blick auf die Statistik zeigt klar, wo LOK an diesem Abend den Unterschied gemacht hat: deutlich mehr Rebounds, bessere Wurfquote aus dem Feld, starke Freiwurfquote und die klar höhere Team-Effektivität. Dazu kommen der 24-Punkte-Vorsprung in der Spitze und der 11:0-Lauf, mit dem Bernau das Spiel in wichtigen Phasen an sich gezogen hat.
















