Eberswalde: „Reha wirkt!“ – erklärte unlängst die Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Brigitte Gross, in einem Statement für die Presse und unterstrich dabei den messbaren Nutzen der Rehabilitation für die Volkswirtschaft. Was aus ökonomischer Sicht sinnvoll erscheint, hat zugleich unschätzbaren Wert für die Betroffenen, denn es geht um die Wiederherstellung der Fähigkeit, nach einem Unfall oder einer Krankheit wieder weitestgehend selbstständig leben und arbeiten zu können. Die GLG Fachklinik Wolletzsee ist auf die Rehabilitation von Patienten der Kardiologie, Angiologie und Neurologie spezialisiert. Verwaltungsdirektorin Christin Walsh und die Chefärzte César Augusto Aldana Sánches und Dr. Christian Brüggemann erläuterten im Gespräch, was sich aktuell in der Reha bewegt, welche Neuheiten es gibt und welche Perspektiven sich abzeichnen.
Welche Rolle spielt Reha heute und welchen Platz nimmt die GLG Fachklinik Wolletzsee dabei ein?
Christin Walsh: Die Rehabilitation hat in der Gesundheitsversorgung eine zentrale und wachsende Bedeutung. Ihre Aufgabe ist es, den betroffenen Menschen den Übergang von der Akutmedizin zur Wiedererlangung ihrer Selbstständigkeit im Alltag zu ermöglichen, damit verbunden insbesondere die Teilhabe am Arbeitsleben. Durch eine erfolgreiche Rehabilitation wird die Erwerbsfähigkeit wieder hergestellt, werden Zeiten von Arbeitsunfähigkeit verringert und wird Frühberentung verhindert. Rehabilitation senkt zugleich signifikant die Morbidität und Mortalität und mindert Pflegebedürftigkeit. Schon rein demografisch, durch die älter werdende Bevölkerung, gewinnt die Reha weiter an Bedeutung. Tendenziell nimmt in der Folge auch die Multimorbidität der Rehabilitanden zu, das heißt immer mehr sind durch eine Vielzahl von Krankheiten, Einschränkungen und Beschwerden gleichzeitig betroffen. Zudem verkürzen sich die Verweildauern in Akutkrankenhäusern. Die Patienten kommen mit einem höheren Schweregrad ihrer Erkrankung in die Reha – wodurch der Pflege- und Betreuungsaufwand steigt und damit auch die Arbeitsbelastung der Beschäftigten. Gut ausgebildete Fachkräfte aus einer Vielzahl von Gesundheitsberufen sind die Grundvoraussetzung, um eine umfassende, moderne Rehabilitation zu ermöglichen, die immer auf multiprofessioneller Zusammenarbeit basiert. Die passenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden und zu gewinnen, wird ebenfalls in wachsendem Maß zu einer Herausforderung. Das sind, kurz gesagt, die heute wesentlichen Trends. Zwei Drittel der Rehabilitanden kommen auf eigenen Antrag im Rahmen eines Heilverfahrens (HV), ein Drittel direkt nach einer akuten Erkrankung im Rahmen einer Anschlussrehabilitation (AHB) zu uns. Während des Erwerbslebens ist die Rentenversicherung oder die Berufsgenossenschaft für die Reha-Maßnahme zuständig, im Rentenalter die Krankenkasse. Wir freuen uns, dass unsere Fachklinik in diesem wichtigen Versorgungsbereich einen anerkannten Platz einnimmt. Das zeigen die Erfolge der Rehabilitationsmaßnahmen und die Zufriedenheit von Rehabilitanden und ihren Angehörigen, und das bestätigen uns nicht zuletzt auch drei aktuell gültige Zertifikate des Magazins „stern“ im Ranking „Deutschlands ausgezeichnete Rehakliniken 2025/2026“, auf die wir stolz sein können.
Ein wichtiger Fachbereich der Klinik ist die Neurologie – seit 2002 von Ihnen, Herr Dr. Brüggemann, geleitet. Also ein Bereich mit langer Führungskontinuität. Was waren dabei besonders wichtige Etappen, wo liegen die Schwerpunkte und wohin führt der Weg?
Dr. Christian Brüggemann: Im Mittelpunkt der neurologischen Reha stehen Patienten mit schweren Nerven- oder Gehirnschädigungen, zum Beispiel nach einem Schlaganfall. Der Behandlungsverlauf ist in Phasen eingeteilt – beim Schlaganfall heißt Phase A: Akutversorgung im Krankenhaus, oft auf einer Schlaganfall-Spezialstation, genannt Stroke Unit, wie es sie an der Klinik für Neurologie des GLG Martin Gropius Krankenhauses in Eberswalde gibt. Nach der Krankenhausbehandlung gelangen die Patienten zu uns. Durch die Zusammenarbeit mit dem Eberswalder Krankenhaus lässt sich eine lückenlose Versorgungskette realisieren, sofern der Patient einwilligt. Er hat natürlich das Wahlrecht der Rehabilitationseinrichtung, weshalb wir uns um seine Entscheidung für unsere Rehabilitationsklinik sehr bemühen. Wir haben in Wolletz die Reha-Phase C über Jahre auf- und ausgebaut und die Reha der Phase B eingeführt. Phase C bedeutet weiterführende Rehabilitation: Die Patienten sind stabiler, benötigen aber noch umfassende therapeutische Pflege und können teilweise an der Therapie mitwirken. In Phase B – der Frührehabilitation – werden die Patienten bereits mit schweren neurologischen Funktionsstörungen und intensivem Pflegebedarf aufgenommen, haben ein eingeschränktes Bewusstsein und einen hohen Überwachungsbedarf. Das erfordert das Zusammenwirken eines professionellen therapeutischen Teams von den Ärzten, über die Physio- und Ergotherapie, die Logopädie und Neuropsychologie bis hin zur aktivierenden Pflege. Ein Meilenstein war für uns die Einführung der Robotik-gestützten Therapie. Meines Wissens gehören wir zu den Kliniken mit den meisten und vielseitigsten Anwendungen dieser Form deutschlandweit und zählten auch zu den ersten. Wir haben ein Armlabor und ein Gangstudio mit Robotik-gestützten Behandlungsplätzen ausgestattet, wo spielerische Elemente die Therapie zum Wiedererlangen von Körperfunktionen unterstützen, verbunden mit präziser Messung der Potenziale der Rehabilitanden und ihres individuellen Behandlungsfortschritts. Zu den Wegen in die Zukunft gehört auch der Ausbau der im Zuge der Coronapandemie etablierten Long-Covid-Therapie. Ein weiteres Feld ist die Rehabilitation von Patienten mit Neoplasien, also Tumorerkrankungen im Kopf, in Zusammenarbeit mit der Neurochirurgie des GLG Werner Forßmann Klinikums in Eberswalde.
Im September wollen Sie Ihren Verantwortungsbereich an einen Nachfolger übergeben. Sie gehen dann in den Ruhestand. Was kann man dazu jetzt schon sagen?
Dr. Christian Brüggemann: Mein Nachfolger steht bereits fest: Sven Rekow, derzeit Leitender Oberarzt der Abteilung Neurologie und hygienebeauftragter Arzt unserer Fachklinik, ursprünglich aus der Klinik für Neurologie des GLG Martin Gropius Krankenhauses. Mit ihm erfolgt ein Generationenwechsel, der von verstärkten Entwicklungen in den Bereichen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz geprägt sein wird. Zudem bringt er seine Expertise als Schlafmediziner in die weitere Ausrichtung der Abteilung ein. Die Behandlung von Schlafstörungen, Schnarchen und Apnoe spielen bei vielen neurologischen Krankheitsbildern und auch darüber hinaus eine Rolle. Nachts nicht erholsam schlafen zu können und tagsüber nicht leistungsfähig zu sein, stellt für viele Patientinnen und Patienten eine erhebliche Belastung dar. Ziel ist es, die individuellen Energieressourcen der Rehabilitanden besser aufzufüllen und ihre Regeneration nachhaltig zu verbessern. Nicht zuletzt spielt das im Zusammenhang mit dem Erschöpfungssyndrom, Fatigue genannt, bei der Behandlung von Patienten mit Long Covid eine wichtige Rolle. Der weitere Ausbau der Post-Covid-Rehabilitation als spezialisierter Schwerpunkt zur Behandlung von Patienten mit Langzeitfolgen einer Corona-Infektion wird gleichfalls zu den Aufgaben meines Nachfolgers gehören. Die Behandlung ist organisatorisch in die bestehenden Kernkompetenzen der Klinik – die Kardiologie/Angiologie und die Neurologie – integriert, da Post-Covid-Symptome oft beide Bereiche betreffen. Als Behandlungskonzept wird ein interdisziplinärer Ansatz verfolgt, der unter anderem Atemtherapie, Ausdauertraining, neuropsychologisches Training und psychologische Unterstützung umfasst.
Das Stichwort Kardiologie/Angiologie ist gefallen und damit rückt der zweite große Fachbereich der Reha in Wolletz in den Fokus. Verantwortlich ist hier Chefarzt César Augusto Aldana Sánches. Um welche Patienten geht es bei Ihnen?
César Augusto Aldana Sánches: Wir behandeln Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen des Herzens und der Gefäße und das in einem breiten Spektrum. Dazu zählen insbesondere Patienten nach Herzinfarkt, nach Stentimplantation, nach herzchirurgischen Eingriffen – etwa Bypassoperationen oder Herzklappenersatz – sowie Patienten mit Herzrhythmusstörungen. Herz- und Gefäßkrankheiten sind eng miteinander verknüpft. Bei den Gefäßkrankheiten geht es insbesondere um die Periphere Arterielle Verschlusskrankheit, auch Schaufensterkrankheit genannt, bei der Arterien, meist in den Beinen, verengt oder verschlossen sind. Mit jedem Patienten entwickeln wir auf der Basis einer umfassenden Funktionsdiagnostik einen individuellen Therapieplan, der persönliche Anforderungen aus Beruf und Alltag und individuelle Risikofaktoren einbezieht. Ein wichtiger Bestandteil der Therapie sind Schulungen und Trainings zum Umgang mit der Erkrankung und zur weitgehenden Minderung der Risikofaktoren. Immer mit dem Ziel, die Rückkehr in den Alltag mit einer deutlich höheren Lebensqualität zu erreichen.
Was kann man in so kurzer Zeit bewirken?
César Augusto Aldana Sánches: Der Anspruch der Rehabilitation ist hoch – und bewusst so formuliert. Unser Ziel ist es, Patientinnen und Patienten nicht nur medizinisch zu stabilisieren, sondern ihnen eine nachhaltige Orientierung für den weiteren Umgang mit ihrer Erkrankung zu ermöglichen. Wir wollen dafür einen nachhaltigen Impuls geben, der weit über die Zeit des stationären Aufenthaltes in unserer Fachklinik hinauswirkt. Ein Grundgedanke dabei heißt: Zurück zu den Wurzeln! Wir betonen eine sehr humanistische Medizin, sehen die Krankheitsbewältigung in enger Verbindung mit dem geistigen Entwicklungsprozess, der Therapie und Rehabilitation begleitet. Am Beispiel einer erfolgreich durchgeführten Intervention lässt sich diese Situation verdeutlichen: Die Operation ist komplikationslos verlaufen, der Stent zeigt eine regelrechte Funktion – dennoch bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass der Patient sich subjektiv als gesund erlebt. Die moderne interventionelle Kardiologie verfügt über hochentwickelte Verfahren zur Wiederherstellung kardialer und vaskulärer Funktionen. Was jedoch nicht automatisch restituiert wird, ist das Vertrauen in die eigene körperliche Belastbarkeit. So kann es zum Beispiel als Folge einer pAVK zu einer Beinamputation gekommen sein. Wie geht man damit um? In der Regel sind die Patienten bei der Verarbeitung der Krankheit mit vielerlei begleitenden Ängsten belastet: Was wird aus dem Beruf? Aus Zukunftsplänen? Finanzielle Sorgen tauchen auf. Das gewohnte Selbstverständnis und die Rolle in einer Partnerschaft oder Familienbeziehung können sich drastisch verändern. In der Reha muss es uns gelingen, dass die Menschen in der Lebenskrise eine wirksame Stärkung erfahren, Zeit für sich finden und zugleich lernen, ihre persönlichen Risikofaktoren selbst zu beeinflussen. Die Fachklinik bietet dafür optimale Möglichkeiten, sowohl durch ein fachlich kompetentes interdisziplinäres Team, eine moderne medizinische und therapeutische Ausstattung, als auch durch ihre besonders reizvolle Lage im Wald und am See – ein Umfeld, das nachweislich zur psychischen Stabilisierung und Regeneration beitragen kann. Der Reha-Aufenthalt kann hier, bildlich gesprochen, als ein „Vollbad in der Natur“ erlebt werden, das es ermöglicht, Abstand vom Akutgeschehen zu gewinnen und neu bei sich selbst anzukommen.
Sie leiten hier an der Fachklinik nicht nur ein Rehazentrum mit Gefäßexpertise, das als solches von der Deutschen Gesellschaft für Angiologie anerkannt worden ist, sondern haben selbst noch eine ärztliche Zusatzqualifikation für Herzinsuffizienztherapie erworben und sich damit auf die Behandlung von Herzschwäche spezialisiert. Mit welchem Ziel?
César Augusto Aldana Sánches: Ich habe meine Kenntnisse in der Behandlung akuter und chronischer Herzinsuffizienz vertieft, um an unserer Fachklinik ein spezialisiertes Angebot für diese Patientengruppe zu etablieren, ein spezielles Programm für sie zu entwickeln. Meines Erachtens wird die zentrale Bedeutung der stationären Rehabilitation bei Herzinsuffizienz in der klinischen Versorgungsrealität noch nicht in dem Maße ausgeschöpft, wie es der wissenschaftlichen Evidenz entsprechen würde. Zahlreiche nationale und internationale Studien belegen eindeutig, dass Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz in besonderem Maße von strukturierten Rehabilitationsprogrammen profitieren. Die Rehabilitation verbessert nachweislich die körperliche Leistungsfähigkeit, reduziert Rehospitalisierungen und trägt wesentlich zur Stabilisierung der Lebensqualität bei. Obwohl für viele Betroffene grundsätzlich die Möglichkeit besteht, eine stationäre Rehabilitation in Anspruch zu nehmen, wird dieses Angebot noch nicht konsequent genutzt. Vor dem Hintergrund der hohen Prävalenz und Prognoserelevanz der Herzinsuffizienz erscheint es daher sinnvoll und medizinisch geboten, die Indikationsstellung zur Rehabilitation weiter zu stärken und mehr Patientinnen und Patienten für diese wichtige Behandlungsoption zu gewinnen. Die Reha steigert ihre körperliche Belastbarkeit, reduziert die Notwendigkeit erneuter Krankenhausaufnahmen, fördert das Verständnis der Erkrankung und hilft, den Alltag trotz eingeschränkter Herzfunktion zu bewältigen. Während des Aufenthalts kann die Medikation unter fachärztlicher Kontrolle optimal eingestellt werden. Ein individuell angepasstes Trainingsprogramm, psychologische Unterstützung und sozialmedizinische Beratung fließen in die Reha ein. Seit kurzem steht uns dafür auch ein neuer Krafttrainingsraum zur Verfügung, wo Übungen an Gewichten unter Anleitung und Kontrolle durchgeführt werden können. Auch die von Dr. Brüggemann erwähnten Robotik-gestützten Therapieplätze der Neurologie können wir im synergistischen Sinne nutzen. Die Zusammenarbeit mit der Neurologie, die Interdisziplinarität unserer Fachklinik, ist nicht nur in dieser Hinsicht ein großer Standortvorteil. Er eröffnet uns jederzeit Möglichkeiten zum ärztlichen Austausch und zu einer Gesamtschau auf die Patienten, indem wir Kardiologie und Neurologie nicht getrennt voneinander betrachten.
Der neue Krafttrainingsraum wurde schon genannt. Gibt es weitere Investitionen, Ausbaumaßnahmen, Modernisierungsprojekte, die man erwähnen sollte?
Christin Walsh: Ja, sogar jede Menge und in erheblichem Umfang. Gerade erst vor wenigen Wochen haben wir den Umbau vom Erdgeschoss des Neubaus abgeschlossen. Dieser Gebäudeteil steht nun für den Klinikbereich zur Verfügung, der als Fachkrankenhaus für neurologische Frührehabilitation fungiert, mit insgesamt bis zu 25 Betten. Die Neustrukturierung ermöglicht auch kürzere Wege für die Patienten und Beschäftigten. Dabei entstand auch ein großer Aufenthaltsraum mit Blick in den Innenhof. Die aufwendigen Baumaßnahmen vollzogen sich bei komplett laufendem Betrieb. Ein Kraftakt, der allen richtig viel abverlangt hat. Über das Ergebnis freuen wir uns sehr. Darüber hinaus wurde die Remise, das alte Empfangsgebäude, renoviert und neu gestaltet. Hier befinden sich jetzt elf Büros für die Verwaltungs- und Klinikleitung sowie weitere Beschäftigte, die nicht direkt mit den Patienten arbeiten. Eine neu gestaltete Schwesternzentrale und ein verglaster Besprechungsraum im oberen Bereich des Foyers zählen ebenfalls zu den Neuerungen. Zugleich setzen wir sukzessive Renovierungsarbeiten in Patientenzimmern und in Therapiebereichen weiter fort. Den Aufenthaltskomfort für die Rehabilitanden und das Arbeitsumfeld der Beschäftigten sehen wir dabei im Zusammenhang.
Welche Herausforderungen bringt die Zukunft für die Reha mit sich und wie stellen Sie sich diesen?
Christin Walsh: Die Reha steht vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen. Obwohl der Nutzen klar belegt ist, fehlt es an der Finanzierung. Unsere Fachklinik ist eine kombinierte Einrichtung, die zum einen auf Rehabilitation spezialisiert ist und gleichzeitig als Fachkrankenhaus für die neurologische Frührehabilitation agiert. Somit betreffen uns sowohl die für die Reha festgelegten Rahmenbedingungen, als auch die des aktuellen Krankenhausreformgesetzes. Das bedeutet eine permanente Gratwanderung durch ein Dickicht komplexer Gesetze, die letztlich die Basis für das Leistungsgeschehen und die Vergütung darstellen. Ganz wichtig sind uns Entbürokratisierung und Digitalisierung. In der Verwaltung und der Dokumentation geht es um die Reduktion von Zeitaufwänden und Papier. Für die Patienten arbeiten wir an digitalisiertem Schulungsmaterial und digital unterstützten Nachsorgeprogrammen. Alles steht und fällt, wie schon gesagt, mit der Gewinnung von gut qualifiziertem und hoch motiviertem Fachpersonal. Damit verbunden sind zunehmend Teilzeitarbeitswünsche und auch Tarifforderungen. Damit alles unter einen Hut passt, engagieren wir uns auch öffentlich für entsprechende Rahmenbedingungen, indem wir unter anderem aktiv die Sichtbarkeit von Reha stärken und im Innovationsforum der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V. (DEGEMED) mitwirken. Hier haben wir zum Beispiel das Konzept für eine Kampagne „Reha mittendrin“ entwickelt und ein entsprechendes Manual bereitgestellt.
Das Schlusswort des Gesprächs sollte Herrn Dr. Brüggemann überlassen sein – der in diesem Jahr für sich persönlich die Bilanz seines Wirkens ziehen kann. Was erscheint Ihnen dabei besonders hervorhebenswert?
Dr. Christian Brüggemann: Nichts geht über ein gutes Team, und ich konnte mich all die Jahre auf ganz wunderbare Kolleginnen und Kollegen verlassen, sowohl im unmittelbaren Arbeitsumfeld, als auch in der Fachklinik insgesamt. Hier herrscht ein optimales Arbeitsklima, eine motivierende Arbeitsatmosphäre – von der Medizin und Therapie bis in die Verwaltung. Aber auch standortübergreifende Aktionen wie mit dem Schlaganfallbus auf dem Eberswalder Markt – wieder geplant am 5. Mai – werden mir in guter Erinnerung bleiben. Viele Jahre haben wir in diesem Rahmen zusammen mit der Neurologie des GLG Martin Gropius Krankenhauses und der Kardiologie des GLG Werner Forßmann Klinikums Präventionsarbeit geleistet und gesundheitsinteressierte Bürgerinnen und Bürgern sozusagen auf der Straße Informationen und Risikochecks angeboten. Zunehmend ist es uns auch gelungen, mit unseren Partnern im GLG-Verbund und darüber hinaus gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen zu organisieren, um Sichtweisen zu verbinden und Erfahrungen auszutauschen. Ich kann sagen, mein Beruf hat mich erfüllt, und ich wünsche der GLG Fachklinik Wolletzsee und allen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiterhin viel Erfolg, weiterhin neue Ideen und weiterhin Freude bei der Rehabilitation!
















