Die brandenburgische Ernährungswirtschaft will ihre Sichtbarkeit im öffentlichen Raum und gegenüber politischen Entscheidungsträgern deutlich erhöhen. Ziel ist es, auf ihre Rolle als wichtiger Bestandteil der Wirtschaftslandschaft und als Garant für die Ernährungssicherheit in Brandenburg aufmerksam zu machen. Darauf einigten sich am Mittwoch die Teilnehmer des 2. Runden Tischs Ernährungswirtschaft, zu dem das Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz (MLEUV) eingeladen hatte.
Ministerin Hanka Mittelstädt motivierte dabei die Unternehmen erneut, trotz angespannter wirtschaftlicher Situation, die Bedeutung der Unternehmen der Branche für das Land Brandenburg transparent zu verdeutlichen.
Dazu werden – koordiniert vom Verband pro agro e.V. – Fragebögen durch die Unternehmen bearbeitet und die erhobenen Angaben zu Wirtschaftskraft und zu geplanten Zukunftsinvestitionen sollen anschließend veröffentlicht werden. Dadurch will man der Politik verlässliche Zahlen für entsprechende Unterstützungsbedarfe wie Investitionsförderungen in speziellen Handlungsfeldern, wie zum Beispiel Automatisierung, an die Hand gegeben werden.
„Dargestellt werden soll der reale Investitionsbedarf, der als notwendig gesehen wird, um das Unternehmen zukunftsfest für das kommende Jahrzehnt aufzustellen. Das hilft uns, mögliche Förderprogramme zielgenau auf die Bedürfnisse der Branche abzustimmen“,
erklärte Detmar Leitow, Referatsleiter für Ernährungswirtschaft im MLEUV.
Beim 2. Runden Tisch in diesem Jahr, an dem sowohl Unternehmensvertreter, Vertreter von pro agro und des Ministeriums teilnahmen, wurde die Bedeutung eines weiteren schnellen Bürokratieabbaus als essenziell für die Sicherung der Unternehmen betont. Bürokratische Hemmnisse müssten in vielen Bereichen radikal angefasst werden, forderten mehrere Wirtschaftsvertreter. Dafür sei man bereit, auf Bundesebene und auch in Brüssel mit dokumentierbaren Fakten und Fallbeispielen vorzusprechen und gemeinsam mit dem Ministerium dafür einzutreten. In Arbeitsgruppen von Unternehmern und Experten des Ministeriums werden kontinuierlich Hemmnisse identifiziert und bearbeitet.
Der Runde Tisch Ernährungswirtschaft war auf Initiative der Unternehmen zu Beginn der Ukrainekrise ins Leben gerufen worden, um den Belangen dieses Wirtschaftszweiges eine einheitliche Stimme im politischen Raum zu geben. Das Ministerium hat das Format aufgenommen, um gemeinsam Lösungen von Wirtschaft und Politik für die Zukunftssicherung der Ernährungswirtschaft in Brandenburg zu finden. Die Bedeutung des Dialogs ist im Koalitionsvertrag festgeschrieben.










