Eberswalde: Mit dem symbolischen Spatenstich am 27. Januar 2026 hat die Stadt Eberswalde den offiziellen Startschuss für den Neubau des Funktionsgebäudes im Westendstadion gegeben. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 4,2 Millionen Euro zählt das Vorhaben zu den bedeutendsten Bauprojekten der Stadt im Bereich der Sportinfrastruktur. 1,8 Millionen Euro davon stammen aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ (Programmjahr 2022). Die Stadt Eberswalde trägt einen kommunalen Eigenanteil von 2,4 Millionen Euro, in dem unter anderem 208.175,00 Euro aus Mitteln der Ausgleichszahlung der 50Hertz Transmission GmbH enthalten sind. Die Fertigstellung des Bauvorhabens ist für Dezember 2027 vorgesehen.

„Mit dem Neubau des Funktionsgebäudes investieren wir weiterhin gezielt in eine moderne, nachhaltige und barrierefreie Sportinfrastruktur für unsere Stadt. Das Westendstadion wird damit nicht nur den Anforderungen des Schul- und Vereinssports gerecht, sondern zum attraktiven und inklusiven Ort der Begegnung weitergedacht. Denn Sport ist nicht nur gut für die physische Gesundheit, er verbindet auch im Geiste“, betont Bürgermeister Götz Herrmann, der lange selbst in der Welt des Eberswalder Vereinssports aktiv und engagiert war. „Das Funktionsgebäude mit der neuen Bohle-Kegelbahnanlage wird zudem das neue alte Heim der Spielgemeinschaft Eberswalde, den Bundesligakegelnden vom SV Motor Eberswalde, SV Turbine Eberswalde und dem ESV Eberswalde.“
Bereits vor dem offiziellen Spatenstich wurden Abriss- und Abbrucharbeiten sowie erste Gründungsarbeiten erfolgreich abgeschlossen.
Der Neubau umfasst einen modernen Gebäudekomplex in nachhaltiger Holzrahmenbauweise mit Dachbegrünung, die zur Verbesserung von Kühlung und Dämmung sowie zur Regenwasseraufnahme beiträgt. Geplant sind zudem neue, teilweise barrierefreie Sanitär- und Umkleideeinrichtungen für den Schul-, Vereins- und Individualsport sowie separate Bereiche für den Kegelsportbetrieb. Bestandteil des Projekts ist zudem die energetische Qualifizierung des bestehenden Kegelbahngebäudes in Verbindung mit dem Neubau einer Kegelbahnanlage. Ergänzt wird das Vorhaben durch die Errichtung eines Platzwartstützpunktes mit Sanitärbereich, Lager und Werkstatt. Eine Photovoltaikanlage zur regenerativen Stromversorgung sowie die Heizungs- und Warmwasserversorgung über einen erneuerten Fernwärmeanschluss runden das nachhaltige Energiekonzept ab.

Das Bauprojekt erfüllt in besonderem Maße die Förderziele des Bundesprogramms, darunter ein erhebliches Investitionsvolumen, nachhaltiges und ressourcenschonendes Bauen, Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, eine deutliche Steigerung der Energieeffizienz, eine hohe fachliche Qualität sowie umfassende Maßnahmen zur Herstellung der Barrierefreiheit.
Darüber hinaus leistet das Vorhaben einen wichtigen Beitrag zur Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der sozialen Integration. Künftig wird eine parallele Nutzung durch Schul-, Vereins-, Kita- und Individualsport möglich sein. Das Westendstadion entwickelt sich damit weiter zu einem Ort der Begegnung und Bewegung, der neben der sportlichen Nutzung auf Austausch, Integration und Inklusion ausgerichtet ist und auch als kultureller Standort genutzt werden kann.
Von dem Neubau profitieren insbesondere die Schülerinnen und Schüler sowie die Schulleitungen und (Sport-)Lehrkräfte der Karl-Sellheim-Schule und der Johanniter-Kinderakademie, die Kegelsportler der Spielgemeinschaft Eberswalde sowie die Vertreter und Nachwuchsfußballer des FV Preussen Eberswalde e. V., die zum großen Teil beim Spatenstich vor Ort vertreten waren.















