Nach ihrem preisgekrönten Roman „Wohin wir gehen“ und dem Buch „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ (mit Annett Gröschner, Wenke Seemann) legt die Autorin Peggy Mädler ein neues Buch vor.
In „Selbstregulierung des Herzens“ erzählt sie von der Kybernetik in der DDR – von dem Versuch einer Wirtschaftsreform in den 1960er Jahren, dem Programmieren mit Lochkarte und modernen Robotron-Rechnern. Im Zentrum stehen Georg, der anfangs noch hofft, seinen Staat mithilfe der ersten Computer vorwärtszubringen, und die Künstlerin Mona. Um sie herum entwickelt sich ein reiches Ensemble an Figuren: der illusionslose Intellektuelle Roland, der in den Westen flieht; Marlies, die versucht, das System von innen zu reformieren, sowie die Künstlerfreunde Monas.
Alle treffen sich in einem Dorf in der Nähe von Wandlitz, wo bald seltsame geheime Bautätigkeiten beginnen. Mit stiller Wucht schreibt Peggy Mädler über das Flirren zwischen Halt und Auflösung – über Nähe und Entfremdung, Anpassung und Resilienz.





