Bernau: In einer Zeit, in der die vergangenen Jahre gezeigt haben, wie verletzlich unser Energiesystem ist, rückt ein Energieträger besonders in den Fokus: Wasserstoff.
Am Donnerstag, 19. Februar, versammelten sich Brandenburgs Wirtschaftsminister Daniel Keller, der Landrat des Landkreises Barnim, Daniel Kurth, Bernaus Bürgermeister André Stahl sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen, Verwaltungen und regionalen Netzwerken im Bürgersaal des Neuen Rathauses Bernau, um gemeinsam das Thema Wasserstoff zu beleuchten.

Nachdem Nina Pfeifer, Projektmanagerin der Regionalen Planungsgemeinschaft, die Wasserstofftour eröffnet hatte, informierte Dr. Stephan Reiß, Referent im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz (MWAEK) Brandenburg, dass die Wasserstofftour eine Form der Öffentlichkeitsarbeit sei. Zudem stellte er den Status quo im Land Brandenburg vor. Sein Kollege Steffen Schlegl präsentierte einen Ausblick, verwies auf die Förderrichtlinie und kündigte an, dass noch in diesem Jahr die neue Strategie veröffentlicht werden soll.
„Ich freue mich besonders, dass wir heute über die Umsetzung sprechen und nicht nur über die Theorie. Wir übernehmen damit Verantwortung für die Region“, betonte Landrat Daniel Kurth in seinem kurzen Grußwort. Im Anschluss stellte Bürgermeister André Stahl die naturnahen Bereiche der Stadt Bernau vor und hieß die Gäste ebenfalls willkommen.

Die Tour wird durchgeführt, um Wasserstofftechnologien im Alltag sichtbar zu machen und den Strukturwandel in den Regionen voranzutreiben. Ein Beispiel dafür ist die Umstellung der Heidekrautbahn auf wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen-Triebzüge. Die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) betreibt seit über einem Jahr sieben Wasserstoffzüge auf der Strecke. Weitere Vorträge zur Verwendung von Wasserstoff folgten von Andreas Hiehl, Geschäftsführer der Swift Innovations GmbH, und Christian Mehnert, Geschäftsführer der Kreiswerke Barnim.
Die Wasserstofftouren durch die Regionen sind eine etablierte Veranstaltungsreihe, die gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren vor Ort organisiert wird. Daniel Keller besucht dabei verschiedene brandenburgische Regionen, um mit Unternehmen sowie regionalen Vertretungen aus Verwaltung, Wasserstoffnetzwerken und weiteren Institutionen in einen intensiven Austausch zum Thema Wasserstoff zu treten. Im Fokus stehen die Vorstellung regionaler Projekte, die Umsetzung und Weiterentwicklung der Wasserstoffstrategie des Landes sowie die Unterstützungsangebote der Landesregierung.














